"Offene Jugendarbeit Randthema"

13.05.2006

Mainpost 13.5.2006

 

"Offene Jugendarbeit Randthema"

 

kolitzheim (es) Die Diskussion darüber, dass die Konzeptentwicklung für Offene Jugendarbeit in der Gemeinde sich mit dem Angebot des Ferienspaßes und der Auszahlung eines Betrages für jedes Kind und jeden Jugendlichen an die Vereine, bei denen Jugendliche mitwirken, erschöpft, nahm in der Jahreshauptversammlung von Komm-In breiten Raum ein.

 

Es herrschte Ratlosigkeit, wie man Bürgermeister und Gemeinderat stärker für die Wichtigkeit offener Jugendarbeit interessieren könne und mehr Geld für die Offene Jugendarbeit bekomme. Angesichts der schwierigen Finanzsituation machte 3. Bürgermeister Martin Mack den Mitgliedern des Vereins auch wenig Hoffnung, dass sich hier Grundlegendes ändern werde.

Als Beleg, dass offene Jugendarbeit eher ein Randthema in der lokalpolitischen Diskussion sei, wurde in der Versammlung angeführt, dass das Jugendforum nun schon mehrere Jahre nicht mehr stattgefunden habe, und auch sonst das Thema offene Jugendarbeit mit dem Weggang von Gaby Köhler in der öffentlichen Diskussion in der Großgemeinde sanft entschlafen sei.

Gaby Köhler hatte bis März 2001 halbtags mit den Schwerpunkten Betreuung des Jugendtreffs, Organisation und Durchführung von gemeindeübergreifenden Aktionen und der Unterstützung der Vereins- und verbandlichen Jugendarbeit in der Großgemeinde gearbeitet. Die Diskussion über die Jugend flamme immer dann auf, wenn Auffälligkeiten von Jugendlichen zu verzeichnen sind, und ebbe ebenso schnell wieder ab, wurde in der Komm-In-Versammlung beklagt.

Verständnis war in der Versammlung für dieses Verhalten der Gemeindeväter und -mütter schon vorhanden, denn sichtbare Erfolge seien in der offenen Jugendarbeit nur schwer auszumachen. Bei Musikkapellen oder in Sportvereinen ließen sich Erfolge - auch hart und mit viel Geduld errungen - zumindest manchmal in einem guten Konzert oder mit einem Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse nachweisen. In der Offenen Jugendarbeit gelte es vielmehr, immer wieder von vorne anzufangen, weil die Situationen und Anforderungen in der Szene der Jugendlichen schnell wechseln, und es nicht einfach sei, sich immer wieder darauf einzustellen.

Wie die Vorstandschaft von Komm-In meint, würden die laufenden Aktivitäten seitens der Gemeindevertreter mit Wohlwollen verfolgt. Aber darüber hinaus werde kein weiterer Gesprächs- und Handlungsbedarf gesehen. Dabei habe man bei Komm-In durchaus im Blick, dass die Jugendarbeit durch einen festen Betrag für jedes Kind und jeden Jugendlichen, der in Vereinen gemeldet ist, bezuschusst wird. Diese Bezuschussung könne jedoch ein Konzept der Gemeinde für Offene Jugendarbeit nicht ersetzen, meint die Vorstandschaft von Komm-In.

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