Palmprozession und Fastenessen: Solidarität mit den Kindern in Gemeinschaftsunterkünften

31.03.2015

Mainpost, 31.03.2015

 

UNTERSPIESHEIM
Palmprozession und Fastenessen: Solidarität mit den Kindern in Gemeinschaftsunterkünften

 

Das Wetter war nicht freundlich, aber trotzdem waren viele am Sonntag an den Platz der Generationen gekommen, um nach der Segnung der Palmzweige und Palmsträußchen in die Kirche Sankt Sebastian zu ziehen, um dort gemeinsam den Beginn der Heiligen Woche zu feiern.

Die Palmsträußchen boten Mitglieder des Gernacher Frauenbunds zum Verkauf an: 600 Stück hatten sie vorbereitet (wir berichteten). Pfarrer Thomas Amrehn hatte in seiner kurzen Ansprache auf den Esel Bezug genommen: Er sei das „Kontrastprogramm“ zu den heutigen Edelkarossen. Die Unterspiesheimer Musikanten unter Leitung von Roland Marpoder begleiteten den Gesang der Gläubigen während der Prozession zum Gotteshaus und auch während des Gottesdienstes.

Die Kommunionkinder gestalteten den Gottesdienst mit, indem sie Rollen der Jünger übernahmen, die Jesus verlassen hatten, oder indem sie die Leidensgeschichten mit Kommentaren begleiteten. Die Leidensgeschichte Jesu wurde mit verschiedenen Rollen vorgetragen. Die Kollekte während des Gottesdienstes war für die Verständigung unter den Religionen in Israel gedacht. Nach dem Gottesdienst waren alle zu einer kräftigen, wohlschmeckenden Gemüsesuppe mit Würstcheneinlage eingeladen, und man konnte bei Kaffee und Kuchen noch etwas plauschen.

Das Fastenessen bietet immer die Gelegenheit, auch mit Gläubigen aus den Nachbargemeinden ins Gespräch zu kommen. Die Firmkinder verkauften Waren aus dem Dritte-Welt-Laden. Es herrschte eine gute Stimmung unter den Besuchern – wohl auch genährt durch das Bewusstsein, dass man mit diesem Essen für andere etwas Gutes tut.

 

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