Palmsträußchen-Spende für Schule in Uganda

01.12.2020

Mainpost 01.12.2020

Gernach

Palmsträußchen-Spende für Schule in Uganda

„Ihre Spende für die Palmsträußchen ist für das Schulprojekt in Kishabya (Uganda, Afrika) bestimmt. Auf Initiative von Angelina Weis unterstützt der Frauenbund Gernach schon seit Jahren dieses Projekt." Mit diesem Hinweisschild und Palmsträußchen waren die Körbe versehen, die in diesem Jahr in den Kirchen und den Friedhöfen in Unterspiesheim, Oberspiesheim und Gernach aufgestellt waren. In Absprache mit Pfarrer Thomas Amrehn hatten die Gernacher Frauenbundsfrauen diese Lösung gefunden, um das Schulprojekt in Uganda auch in diesem Jahr unter erschwerten Umständen unterstützen zu können, denn es fanden keine Palmprozessionen statt.  Die Spenden konnten in die "Vertrauenskasse" neben den Palmsträußchenkörben eingelegt werden.

Vor Corona trafen sich Gernacher Frauen in größerer Runde im Alten Rathaus, um Palmsträußchen zu binden, die dann vor den Gottesdiensten am Palmsonntag zum Verkauf angeboten wurden. In diesem Jahr stellten  die Frauen aus dem Vorstand des Frauenbundes Gernach in individueller Heimarbeit 350 Palmsträußchen her (wir berichteten).

Diese besondere Situation hat die Großzügigkeit der Gottesdienstbesucher noch beflügelt: obwohl coronabedingt weniger Palmsträußchen zum Verkauf angeboten wurden, wurde ein Rekord-Spendenergebnis erreicht: 1000 Euro wurden gespendet, wie die Kassiererin des Frauenbundes Gernach, Marianne Ott, berichtete.

Spenden werden zur Corona-Bekämpfung benutzt

In diesen Tagen kam das Dankesschreiben aus der Grundschule St. Charles, Kishabya an. Frau Christa Werner, die den deutschen Teil der Gral-Bewegung im Internationalen Rat des Gral vertritt, hatte die Spenden nach Kishabya übermittelt. Die Gral-Bewegung ist eine internationale Gemeinschaft von Frauen aus verschiedenen Kulturen, die "sich dazu berufen fühlen, an einer zukunftsfähigen Welt mitzubauen und unseren Planeten in einen Ort des Friedens und der Gerechtigkeit zu verwandeln", wie in einer Verlautbarung der Bewegung zu lesen ist.

Corona trifft auch die Menschen in Uganda. Die Schulen waren eine Zeitlang geschlossen – ohne Möglichkeit für virtuellen Unterricht ist es schwer, die Kinder zu erreichen. Viele der kleinen Betriebe, mit denen die Familien zumindest kleine Einkommen erzielten, sind weggebrochen. Die winzigen Landwirtschaften, die von den Frauen versorgt werden, bringen meist so viel ein, dass gegessen werden kann.  

Detailliert wird in dem Dankesbrief, den Christa Werner übermittelt hat, aufgeführt, wofür die Spende von 1000 Euro (4 330 000 Uganda-Schillinge) verwendet wurde: "Das Team und Management-Komitee hat sich darauf geeinigt, dass wir den Spende nehmen, um Verbrauchs- und Einrichtungsmaterial zur Bekämpfung von Covid-19-Infektionen zu erwerben." So wurden 10 Betten angeschafft, Fieberthermometer, mit denen man auf der Stirn Fieber messen kann, 160 Liter Flüssigseife und 20 Liter Desinfektionslösung. Problem bleibt, dass die Schüler und Schülerinnen immer noch Wasser an einer Quelle schöpfen müssen, was das Risiko einer Corona-Infektion erhöht.

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