Premiere: Eucharistiefeier im Leichenhaus des Friedhofs

30.05.2018

Mainpost 30.05.2018

GERNACH

Premiere: Eucharistiefeier im Leichenhaus des Friedhofs

Zum ersten Mal fand nun eine Eucharistiefeier in der Gernacher Leichenhalle statt. Es waren zwei Gedanken, die Pfarrer Thomas Amrehn auf diese Idee gebracht hatten: Am Dreifaltigkeitssonntag wird deutlich gemacht, dass die Liebe Gottes sich im Alltag zeigt. So soll durch die Eucharistiefeier erlebbar werden, dass die Verstorbenen auch zur Gemeinschaft der Gläubigen gehören, wie es im Glaubensbekenntnis bezeugt ist.

Der zweite Gedanke: Das Betonglasbild an der Stirnseite ist künstlerisch wertvoll. Es stellt sehr anschaulich dar, wie das menschliche Leben aus der Hand Gottes kommt – und wieder zu ihm zurückkehrt: Die schöpferischen Hände Gottes (auf dem Bild groß dargestellt) bringt den Samen des Lebens auf die Welt – auf dem Land, im Wasser und in der Luft. Das wird durch die verschiedenen Farben verdeutlicht.

So richtet das Fest der Dreifaltigkeit den Blick auf den Vater, der aus Liebe seinen Sohn in die Welt sendet. Seine schöpferische Liebe bestätigt sich in der Erlösung, die er durch sein Leid in die Welt bringt. In der Kraft des Heiligen Geistes verkündeten die Apostel diese Botschaft der Erlösung; auch die Gläubigen sind berufen, die Botschaft der Erlösung im persönlichen und gemeinschaftlichen Leben weiter zu tragen.

Angesichts des Todes, mit dem einen jede Beerdigung konfrontiert, kann dieses Bild zeigen: „Wir kommen von Gott – das wissen wir. Wir gehen zu Gott – das glauben wir“, so der Seelsorger. „Es war ein mutiger Schritt, diese moderne Form der Darstellung einer Glaubenserfahrung in Auftrag zu geben“, wandte sich Pfarrer Thomas Amrehn an den ehemaligen Bürgermeister Lothar Weilhöfer, der zu diesem Gottesdienst gekommen war.

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