Projekte der Zukunft zehren die Rücklagen auf

11.09.2020

Mainpost 11.09.2020

Kolitzheim
Projekte der Zukunft zehren die Rücklagen auf

Dritter Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung war die "Feststellung der Jahresrechnung 2019 mit Entlastung". Kämmerer Werner Knoblach stellte die Jahresrechnung 2019 noch einmal vor. Inzwischen seien alle formellen Dinge geregelt; das vorläufige Jahresergebnis war schon in einer Gemeinderatssitzung im Januar ausführlich vorgestellt worden. Damit sei die Gemeinde Kolitzheim gegenüber anderen Kommunen sehr früh dran, sprach der Bürgermeister seinem Kämmerer ein Lob aus.

Am Jahresergebnis habe sich kaum mehr etwas geändert. Der Rücklagenstand liege bei 14,7 Millionen Euro, sei aber schon für die Zukunft verplant: der Neubau der Schule und von Feuerwehrgerätehäusern, der Kindergarten Unterspiesheim und andere Vorhaben zehren diese Rücklagen in den kommenden Jahren auf. Der Verwaltungshaushalt wurde mit 11,8 Millionen festgestellt, der aktuelle Schuldenstand liege bei 1,5 Millionen Euro. Der Dank des Bürgermeisters galt Kämmerer Werner Knoblach für seine genaue und zuverlässige Verwaltung der gemeindlichen Finanzen. Auf Antrag der zweiten Bürgermeisterin, Katharina Graf, wurde die Entlastung einstimmig erteilt.

Pläne für das Feuerwehrgerätehaus

Petra Zinser vom Architekturbüro Florian Göger stellte zwei mögliche Varianten der Fassadengestaltung des geplanten Feuerwehrgerätehauses in Unterspiesheim vor: Gestaltung mit Putz oder mit Blech. Es sei eine weitreichende Entscheidung, die die Gemeinderäte zu treffen hätten, sei das neue Feuerwehrhaus an der Ortseinfahrt nach Unterspiesheim durch seine Lage doch ein "Aushängeschild" für die Gemeinde, sagt sie. Vor- und Nachteile der Gestaltungsmöglichkeiten wurden erörtert.

Die Kostenschätzung für die Putzgestaltung beläuft sich auf etwa 83 000 Euro, für die Gestaltung mit Alu-platten auf 96 000 Euro. Bei der Putzvariante müsse man nach etwa 15 Jahren mit weiteren Kosten rechnen, weil der Anstrich erneuert werden müsse. So wäre längerfristig die Alu-Variante billiger, so der Bürgermeister, denn mit Alu würde eine Erneuerung erst nach etwa 30 Jahren notwendig. Der Bauausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Unterspiesheim hatte sich für die Putzvariante ausgesprochen, und auch die meisten Argumente von Mitgliedern des Gemeinderats gingen in diese Richtung, sodass die Entscheidung einstimmig in Richtung Außenputz ging. Über die weitere farbliche Gestaltung werde man erst endgültig beraten, wenn man Farb- und Gestaltungsbeispiele konkret am Objekt ausprobieren könne.

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