Quellsteine als Symbol für sprudelnde Gemeinde-Ehe

10.06.2006

Mainpost 10.06.2006

 

Quellsteine als Symbol für sprudelnde Gemeinde-Ehe

 

KOLITZHEIM Drei schöne und interessante, aber auch anstrengende Tage erlebten 37 Bürger aus der Großgemeinde Kolitzheim beim Besuch der französischen Partnergemeinden Saint Remy und Neufchatel.

 

Am Freitagabend machten sich die Kolitzheimer mit dem Bus auf den weiten Weg und erreichten am frühen Samstagmorgen den Pariser Ostbahnhof. Bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt mit deutschsprachiger Reiseleitung wurden die Pariser Sehenswürdigkeiten wie Louvre, Eiffelturm, Kathedrale Notre-Dame und vieles mehr, bewundert.

Angekommen in Saint Remy, wurde den Kolitzheimern ein großer Empfang bereitet. Anschließend wurden die Quartiere, alle in Privatfamilien, bezogen. Den restlichen Nachmittag und Abend verbrachten die Gäste bei ihren Familien oder schlenderten auf eigene Faust durch die Orte.

Das offizielle und sehr gedrängte Programm fand dann am Sonntag statt. Zunächst zeigten die Gastgeber ihren Gästen den neu gebauten Kindergarten und die Grundschule in Saint Remy. Im Vergleich mit unseren Einrichtungen seien die französischen sehr einfach, meinte Robert Feldner, der Organisator der Reise.

Nach dem gemeinsamen Pfingstgottesdienst in Neufchatel besuchte die Gruppe Madame Caris, die Witwe des früheren Bürgermeisters, der die Partnerschaft mitbegründete. In deren Anwesen berichtete Bürgermeister Horst Herbert über seine Eindrücke. Die Besucher konnten sich an einem kalten Buffet stärken.

Am Nachmittag stand der Besuch von zwei ehemaligen Klöstern auf dem Programm. Diese wurden von Privatpersonen als Wohnung und für kulturelle Zwecke ausgebaut.

Der Höhepunkt des Besuchs war der Festabend im Gemeindesaal von Neufchatel. Wie in Frankreich üblich zog sich hier das Essen mit acht Gängen über Stunden, bis nach Mitternacht hin und auch danach saßen Gastgeber und Gäste noch lange zusammen.

Bei diesem Festabend wurde mit Ansprachen der drei Bürgermeister und der Übergabe von Geschenken die Partnerschaft auch offiziell gewürdigt. Die französischen Gemeindeoberhäupter Paule Lenoir aus Neufchatel und Michel Brizard aus Saint Remy überreichten ein aufgeschlagenes Buch aus Ton, das einen Ehrenplatz im Kolitzheimer Rathaus finden wird. Auf den beiden Seiten sind typische Symbole der französischen Partnergemeinden dargestellt.

Bürgermeister Horst Herbert übergab als Andenken an den Besuch den beiden Gemeindeoberhäuptern je ein Bild des verstorbenen Bürgermeisters Erich Henkelmann und zwei Quellsteine. "Wasser ist die Quelle des Lebens. Möge aus diesen Steinen immer die Kraft sprudeln, die unsere Freundschaft und Partnerschaft lebendig hält", waren seine Worte dazu, die Linda Ziegler aus Kolitzheim übersetzte.

Nach der herzlichen Verabschiedung war am Montag die Rückfahrt nach Deutschland angesagt.

Seit 1974 besteht die partnerschaftliche Beziehung der Gemeinde Kolitzheim mit den beiden französischen Orten Neufchatel und Saint Remy. Von Anfang an organisiert Robert Feldner die gegenseitigen Besuche, die in jedem zweiten Jahr stattfinden. Heuer freute er sich besonders über die Teilnahme einiger Jugendlicher.

Zu den News