Rasensprenger erfrischten die Läufer

18.07.2006

Mainpost 18.7.2006

 

Rasensprenger erfrischten die Läufer

 

GERNACH (ES) Den vierten Benefiz-Dorflauf in Gernach veranstalteten die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Musikkapelle Gernach im Rahmen des Musikfestes zu Gunsten der Palliativstation des St. Josef-Krankenhauses Schweinfurt. 208 Teilnehmer und -innen nahmen an den Läufen teil. "Das Interesse ist ungebrochen", freuten sich KAB-Vorsitzender Thomas Treutlein und seine beiden Mitorganisatoren, Dieter Dietz, Vorsitzender des TSV Gernach, und Alois Walter.

Die Musikkapelle sorgte bei den Läufen für die Verpflegung nicht nur der Läuferinnen und Läufer, sondern auch für der Zuschauer, die die Sportler anfeuerten. Für die Teilnehmer gab es biologisch erzeugte Bananen; für die erwachsenen Läuferinnen und Läufer stand alkoholfreies Bier am Zieleinlauf bereit. Einige Gernacher Bürger hatten ihre Rasensprenger so aufgestellt, dass die Läuferinnen und Läufer sich während des Laufes mit dem kühlen Nass erfrischen konnten.

Die Vorsorge für eventuelle Notfälle hatte die Ortsgruppe der Johanniter-Unfallhilfe aus Schweinfurt übernommen. Ihr Beitrag für den guten Zweck war, dass sie vom Veranstalter keine Kosten für ihren Einsatz erhoben. Stellvertretender Landrat Paul Heuler überbrachte die Grüße des Schirmherrn der Veranstaltung, Landrat Harald Leitherer, und bedankte sich bei den Organisatoren für den großen Einsatz. Lobend erwähnte er, dass mit diesem Lauf ein Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung geleistet werde. Auch Bürgermeister Horst Herbert schloss sich mit Dankesworten an. Ursula Pöpperl, Vorsitzende des Fördervereins der Palliativstation St. Josef, richtete ebenfalls Worte des Dankes an die Veranstalter, kommt doch der Erlös dieses Benefizlaufes ihrer Einrichtung zugute.

Die Palliativstation hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen in der letzten Phase ihres Lebens die Unterstützung und Hilfe anzubieten, die sie möchten und brauchen. Die Sorge auf der Palliativstation gilt nicht nur den Schwerkranken, sondern auch den Angehörigen, die an diesem Krankheitsgeschehen, das in den meisten Fällen unumkehrbar ist, schwer tragen.

Die Läuferinnen und Läufer hatten bis kurze Zeit vor dem Start die Möglichkeit, sich anzumelden. Dabei wurde keine Startgebühr erhoben, sondern um eine Spende für die Palliativstation des St. Josef-Krankenhauses gebeten. Für jede Alters- und Leistungsgruppe war ein Laufangebot vorhanden. So konnten die Kinder unter sechs Jahren am Bambinilauf teilnehmen. Bei diesem Lauf mussten die Kinder 400 Meter zurücklegen. Sieger wurde Johannes Theobald in der Zeit von 2:07 min, dicht gefolgt von Philipp Schneider.

Den Kinderlauf über 1000 Meter, der für Kinder bis 10 Jahre gedacht war, gewann Konstantin Fischer aus Gernach in der Zeit von 3:44 min., gefolgt von Marcel Friedrich aus Heidenfeld.

Auch der Jedermann-Lauf über 4000 m er fand viele Interessenten und - innen. Bei den Frauen war Hannah Schanz vom FC Wiebelsberg mit 16:50 min die Siegerin. Den zweiten Platz errang Anja Willacker. Sieger bei den Männern war Dr. Gerd Geyer von der TG Würzburg in 14:31 min. Als Nächster nach ihm kam Michael Hobelsberger vom TSV Rannungen ins Ziel.

Beim Walking - die Strecke führte über sechs Kilometer - wurde die Gruppe mit den meisten Teilnehmern geehrt: hier gewann der TSV Heidenfeld mit einer Teilnehmerzahl von acht Personen.

Bevor der Hauptlauf stattfand, gab die Tanzgruppe Blue Stars, der auch viele Gernacherinnen angehören, eine Darbietung auf der Straße vor der Startlinie. Ihr "modern dance" fand großen Anklang und zeigte, dass es auch noch andere Arten außer Laufen gibt, wie man sich fit halten kann.

Der Hauptlauf führte über 10  000 Meter. Als erste Frau überquerte Ute Schneider von der TG Schweinfurt die Ziellinie. Sie legte die Strecke in 42:57 min. zurück, gefolgt von Brigitte Mahr vom SSV Gädheim. Bei den Männern siegte Manuel Schüll in 36:31 min. Werner Weth vom SV Vasbühl kam als zweiter ins Ziel.

Alle Teilnehmer erhielten eine Medaille als Erinnerung. Die Startnummern wanderten in eine Lostrommel und nahmen an der Tombola teil.

Gut kam auch an, dass Tobias Walter, der bei der Musikkapelle Gernach das Schlagzeug spielt, mit Samba-Rhythmen die Teilnehmer und -innen anfeuerte und auch die Zuschauer so in Schwung brachte, dass sie die Läuferinnen und Läufer anfeuerten.

Matthias Hetterich, der Vorsitzende der Musikkapelle Gernach, überreichte nach der Siegerehrung einen Scheck in Höhe von 400 Euro an Christoph Hoffmann, Blindenlehrer am Blindeninstitut Würzburg. Den Spendenbetrag erspielte die Musikkapelle Gernach beim Silvesteranblasen 2005 in Gernach. Die Verbindung zum Blindeninstitut kam durch Tobias Walter, Schlagzeuger der Musikkapelle Gernach zustande, der das Institut besucht. Hoffmann zeigte sich erfreut über die Spende, wird es durch sie doch auch mit ermöglicht, dass die sehbehinderten Kinder zum Skifahren gehen können.

 

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