Rat gegen TSF mit Wassertank

11.05.2007

Mainpost 11.5.2007

 

KOLITZHEIM (BP)

Rat gegen TSF mit Wassertank

 

Baujahr 1981 ist das Fahrzeug der Feuerwehr Kolitzheim. Nun hat es einen Motorschaden und eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Deshalb hatte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung mit der Beschaffung eines Ersatzes zu beschäftigen.

 

Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) mit einem Mercedes Fahrgestell, wie sie vor wenigen Jahren in anderen Ortsteilen angeschafft wurden, gibt es nicht mehr, informierte Bürgermeister Horst Herbert vorab. Die Firma biete jetzt ein Opel-Fahrgestell mit dem gleichen Aufbau an. Ähnliches gebe es auch bei anderen Firmen. Ohne Beladung, die vorhanden sei, würde ein solches Fahrzeug zirka 50 000 Euro kosten. Dazu gebe es einen Zuschuss von 13 300 Euro.

Die Verantwortlichen der Feuerwehr Kolitzheim hätten jedoch gerne ein TSF-W, wobei W für Wassertank (mit 500 Litern) steht. Ein solches Fahrzeug koste ohne Beladung 68 000 Euro und würde mit 23 300 Euro bezuschusst. Da es mehr als 3,5 Tonnen wiege, sei für die Fahrer ein C-Führerschein notwendig.

Norbert Pfaff, der Kolitzheimer Kommandant, betonte die höhere Flexibilität eines solchen Fahrzeugs. Die Ausstattung sei besser und die Beladungsgrenze sei nicht so schnell erreicht. Im nötigen LKW-Führerschein sieht er kein Problem, da schon einige LKW-Führerscheine bei jungen Feuerwehrmännern vorhanden seien bzw. gemacht würden.

Dieser Ansicht mochten sich Bürgermeister und Gemeinderäte nicht anschließen. Es sei sehr wohl möglich, dass bei einem Einsatz, etwa unter der Woche, keine Fahrer mit entsprechender Fahrerlaubnis anwesend seien. Auch müsste nicht jedes Fahrzeug in der Gemeinde mit allen Geräten ausgestattet sein, so Bürgermeister Herbert.

Er kenne die Strukturen und Alarmierungspläne und wisse, dass nie nur eine Feuerwehr alarmiert würde, ergänzte zweiter Bürgermeister Rudolf Bender. Immer werde auch die Unterspiesheimer oder Stammheimer Feuerwehren gerufen, die eine bessere Ausrüstung hätten, häufig auch die Stützpunktfeuerwehr Gerolzhofen. Dies bestätigte auch Kreisbrandmeister Winfried Seissinger. Die Feuerwehren dieser beiden Ortsteile hätten wasserführende Fahrzeuge und auch Geräte wie zum Beispiel für den Atemschutz und ausgebildete Träger hierfür. Als Alternative eines Wassertanks sahen die Gemeinderäte die Ausstattung des Fahrzeuges mit einem Niederdruckschaumsystem, das laut Seissinger eine gute Löschwirkung habe. Letztendlich zeigten sich alle Räte mit dem Vorschlag Bürgermeister Herberts einverstanden. Danach werden Angebote über ein TSF eingeholt, das eventuell mit einem Schaumlöschsystem ausgestattet wird, eingeholt.

 

 

 

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