Rechtlerwald in schlechtem Zustand

09.03.2006

Mainpost 9.3.2006

 

Rechtlerwald in schlechtem Zustand

 

Kolitzheim (BP) Sehr ruhig und sachlich seien die Bürgerversammlungen verlaufen, betonte Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung. Einige Dinge seien schon erledigt, anderes müsste noch geklärt werden.

 

Bei Unterspiesheim gebe es ein gemeindliches Waldstück, an dem etwa 140 Anwesen aus Unter- und Oberspiesheim ein uraltes Recht zur Nutzung von Bauholz besitzen, berichtete Bürgermeister Herbert. Das Recht wurde 1866 auf Zahlung von Geld umgestellt. Seit der Gebietsreform wurde der Wald nicht mehr bewirtschaftet und befinde sich in einem schlechten Zustand. Überschüsse von damals lägen auf einem Sonderkonto der Gemeinde. In den 60er und 70er Jahren sei das Recht häufig genutzt worden, in den letzten zehn Jahren nur einmal, so das Gemeindeoberhaupt.

Dritter Bürgermeister Martin Mack meinte, der Wald solle zusammen mit Fachleuten angeschaut werden, und bei einer Versammlung der Rechtler über das weitere Vorgehen beschlossen werden. Den Wald zu pflegen sei Aufgabe der Gemeinde. Es müsse aber auch möglich sein, dass wie in Kolitzheim eine Waldkörperschaft gebildet werde, die für das Waldstück verantwortlich ist, meinte ein Gemeinderat aus diesem Ortsteil. Wenn die Arbeit über die Gemeinde erledigt wird, würden die Kosten verrechnet, beantwortete das Gemeindeoberhaupt eine Frage. Ein weiteres Gremiumsmitglied bezweifelte, ob diese alten Rechte heute noch gerechtfertigt seien. Über dieses Thema hätten andere Gemeinden schon Prozesse geführt. Wenn das Geld für den Erhalt nicht reiche, müssten eventuell die Rechtler zur Kasse gebeten werden, war eine weitere Meinung. Letztendlich wurde beschlossen die Betroffenen zu einer Versammlung einzuladen, um die Sache zu besprechen.

Auf Empfehlung der Stammheimer Gemeinderäte wird der umstrittene Containerstandort beibehalten, beschloss das Gremium.

Der Unterhalt von Gräben und Wegen war in Herlheim strittiges Thema. Hier werde die bisherige hälftige Kostenbeteiligung beibehalten, so Bürgermeister Herbert. Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Heribert Götz, habe sich damit einverstanden erklärt.

Ein Gernacher Gemeinderat bestätigte die bei der Bürgerversammlung vorgebrachten Verkehrsprobleme im Schweinfurter Weg. Wenn Busse oder Lastkraftwagen dort fahren, sei die Situation gefährlich. Auch der Rand der Straße sei schlecht zu sehen, und es würde häufig darüber hinaus gefahren. Zu dem Thema gebe es wie bei der umstrittenen Fußgänger-Überquerung in Kolitzheim eine Verkehrsschau, informierte Bürgermeister Herbert.

Mit Ausnahme von Unterspiesheim sei die Abschaffung der Mülltonnen an den Friedhöfen in den Ortsteilen kein Thema mehr, sagte das Gemeindeoberhaupt und schlug vor, die Regelung zu belassen. Mit vier Gegenstimmen sprachen sich die Räte für die geltende Regelung aus. Den in Kolitzheim bemängelten Zustand des Friedhofes habe er sich angesehen und für nicht schlecht befunden, berichtete Herbert weiter.

Eine Voranfrage wegen der Aufstellung einer landwirtschaftlichen Halle stellte Albert Bedenk aus Lindach. Der Gemeinde gefalle zwar der Standort oberhalb des Friedhofes nicht besonders; es gebe aber kaum eine andere Möglichkeit, sagte Bürgermeister Horst Herbert. Auch der örtliche Gemeinderat schlug vor, den Bau zu genehmigen. Dem stimmten die Räte dann zu.

Ebenfalls in Lindach darf Walter Strauß ein Nebengebäude abbrechen und ein neues Gebäude mit drei Garagenstellplätzen errichten.

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