Rege Diskussionen über neues Baugebiet

19.02.2019

Mainpost 19.02.2019

 

Unterspiesheim

Rege Diskussionen über neues Baugebiet

Bürgermeister Horst Herbert und die 13 anwesenden Gemeinderäte stellten sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger in Unterspiesheim an der letzten Station der Bürgerversammlungen der Gemeinde Kolitzheim. Den mehr als 100 Anwesenden berichtete der Bürgermeister über aktuelle Themen wie den Breitbandausbau, die Grundschule, Wohnraumnot und die Funktionsweise des Entwässerungssystems bei Starkregenereignissen. In Unterspiesheim wohnen seit Jahresbeginn 1239 Personen, dies bedeutet einen Zuwachs von 19 Bürgern. Herbert erklärte die Folgen der demografischen Entwicklung für die Gemeinde Kolitzheim und ging kurz auf die Finanzen (wir berichteten) ein.

Rege diskutierten die Versammelten über das neue Baugebiet, das nun bald fertiggestellt sein wird. So wollte Ulrike Nunn wissen, wie viele Bewerbungen es für die 38 Bauplätze gibt und das es stimme, jeder, auch Auswärtige, könne sich bewerben?

Horst Herbert gab zur Antwort, dass erfahrungsgemäß sich viel mehr Bewerben, aber dann, wie in Stammheim geschehen, plötzlich noch Bauplätze nicht verkauft werden konnten. Die Gemeinde sei nach europäischem Gesetz verpflichtet jeden Interessenten zuzulassen und somit werde das Losverfahren angewandt. In der Überlegung ist derzeit den Verkauf der Bauplätze zu stückeln, was auf heftige Kritik stieß. Somit habe man ja noch weniger Chancen einen zu bekommen, fügte Roland Marpoder an. Pascal Schmitt warf seine Enttäuschung in den Raum: "Bei keinem Losglück muss ich als Unterspiesheimer wohl meinen Heimatort verlassen". Noch sei ja im Gemeinderat nichts entschieden, besänftigte Horst Herbert. Der Unterspiesheimer zweite Bürgermeister Martin Mack erklärte realistisch, es werde Probleme bei der Vergabe geben, "egal wie wir es machen".

Winfried Kerler ging auf das Volksbegehren "Rettet die Bienen" ein. Er stellte fest das die landwirtschaftlich genutzte Fläche 48 % ausmacht und schlug vor, alle gemeindlichen Flächen als Blühflächen zu gestalten um den Insekten zu helfen: "Möglichkeiten gibt es in den Ortsteilen genug". "Ab April gehen viele aufgeregte und heftige Anrufe bei uns ein, wenn der erste Löwenzahn irgendwo blüht", so die komprimierte Antwort der Bürgermeisters. Wolfgang Karg fand es nicht gut, dass nur im Rathaus die Eintragung zum Volksbegehren möglich war. Der Grund, so Herbert, lag allein daran, dass bei der Unterschriftenabgabe ein Zugriff auf die Daten des Einwohnermeldeamts notwendig war.

"Der Feuerwehrbedarfsplan war doch ein Schuss in den Ofen, wie hoch waren die Kosten und gibt es die Chance gezahltes Geld zurück zu fordern?" so die konkreten Fragen von Benedikt Schuster, dem zweiten Kommandanten. Über die Rechnungssumme wollte sich der Gemeindevorsteher in keinster Weise äußern, teilte aber die derzeitige Prüfung einer Rückforderung mit.

Der nochmals kandidierende Bürgermeister warb darum, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich entscheiden, für eine Bewerbung auf einer der Ortslisten als Gemeinderat oder -Rätin für die Kommunalwahl am 15. März 2019.

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