Ringsträßler wählten ihn zweimal zum Bürgermeister

16.12.2015

Mainpost 16.12.2015

GERNACH

Ringsträßler wählten ihn zweimal zum Bürgermeister

In den Morgenstunden des Samstags verstarb Peter Wolf aus Gernach auf der Palliativstation des Josefskrankenhauses in Schweinfurt. Er erlag einem Leiden, dem er über Jahre Widerstand geleistet hatte. Geboren wurde Wolf am 15. Mai 1947 in Heidenfeld als drittes Kind von fünf Geschwistern. Nach Abschluss der Volksschule lernte er Fliesenleger bei der Firma Vogel in Schwebheim. Er musste den Beruf jedoch bald wechseln, da ihm die Knie Probleme bereiteten. Wolf machte bei Kugelfischer eine zweite Lehre als Starkstromelektriker, schloss die Meisterprüfung an und wurde Sicherheitsfachkraft. Er wurde für 40-jährige Treue zur Firma geehrt. Mit 61 Jahren ging er in Vorruhestand.

1985 hatte Peter Wolf seine Frau Maria geheiratet. Ein Jahr später kauften die beiden ein Haus in Gernach. Mit Sorgfalt und Liebe richtete Wolf das Haus her und gestaltete den Garten. Für die Enkel baute er ein Baumhaus, in dem diese spielten, wenn sie Opa und Oma besuchten.

Peter Wolf fiel es leicht, sich in Gernach zu integrieren. Mit seiner Frau war er bald gern gesehenes Mitglied der Ringstraßengemeinschaft. Die Ringsträßler wählten ihn zweimal zu ihrem Bürgermeister. Heidenfeld blieb Peter Wolf auch verbunden. Er war dort Mitglied der Eigenheimer und der Feuerwehr. In Gernach trat er der Musikkapelle und dem TSV bei. Wolfs großes Hobby waren alte Traktoren: er besaß drei. Auch Theaterspielen machte ihm Spaß. Er trat bei Gernacher Dorfabenden auf. Als Nikolaus bleibt Peter Wolf den Ringstraßenkindern in Erinnerung. Er war auch regelmäßiger Gast beim Gernacher Seniorentreff.

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