Schallschutz könnte nötig werden

03.06.2016

Mainpost, 03.06.2016

 

KOLITZHEIM

Schallschutz könnte nötig werden

 

Bereits im vergangenen Jahr befürwortete der Gemeinderat das Vorhaben der Holzbaufirma Dorsch in Oberspiesheim den Betrieb zu erweitern, erinnerte Bürgermeister Horst Herbert in der aktuellen Gemeinderatssitzung.

Auf der vorgesehenen Fläche östlich der Spiesheimer Straße am südlichen Ortsende soll eine Lager- und Produktionshalle entstehen. Da das betroffene Gelände allerdings als „Fläche für die Landwirtschaft“ ausgewiesen ist, muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Weiter ist die Erstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans notwendig.

In der aktuellen Sitzung stellte nun Matthias Rühl vom Büro „ARGE Stadt & Land“ aus Neustadt/Aisch seine Entwürfe hierfür vor. Neben dem vorgesehenen Gebäude werden in dem Gewerbegebiet auch ein öffentlicher Zufahrtsweg von der Spiesheimer Straße aus und Ausgleichsflächen nötig sein. Das künftige Gebäude darf nicht höher als acht Meter sein und es dürfen dafür keine glänzenden Materialien verwendet werden.

Wasser- und Abwasserversorgung, sowie die Stromversorgung können voraussichtlich aus dem bestehenden Netz heraus versorgt werden. Das Oberflächenwasser kann in ein Rückhaltebecken am Ostrand des Planungsgebietes eingeleitet werden. Dieser Rückhaltebereich wird zum ökologischen Ausgleich in einer Breite von fünf Metern mit Hecken und Bäumen eingegrünt.

Ausgleichsfläche

Eine weitere Ausgleichsfläche ist extern in einem Waldgrundstück als Naturwaldreservat mit Totholz und Überwucherungen vorgesehen. Auch ein Schallimmissionsgutachten ist in Arbeit, berichtete der Planer. Bei entsprechend hohen Werten müssten benachbarte Häuser eventuell Schallschutzfenster erhalten.

Diesen Planungen für die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplans stimmten die Mitglieder des Gemeinderates einstimmig zu. Nun wird die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und die Beteiligung der Öffentlichkeit angeordnet.

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