Schiff-Anlegestelle wird im April übergeben

26.02.2015

Mainpost, 26.02.2015

 

STAMMHEIM
Schiff-Anlegestelle wird im April übergeben

Reges Interesse der Stammheimer an der Bürgerversammlung –Neues Baugebiet in Planung

Viele waren der Einladung zur Bürgerversammlung nach Stammheim gefolgt. Bürgermeister Horst Herbert gab einen Rückblick über die Projekte der Gemeinde und stellte die Vorhaben vor, die angegangen werden sollen.

Stammheim zähle 832 Einwohner, vier weniger als im letzten Jahr, informierte Herbert. Die Tiefbaumaßnahmen an der Straße am Lerchenberg seien abgeschlossen, die Fertigstellung des Belags beginne in der nächsten Woche. Der Außenanstrich des Kindergartens sei erneuert worden – eine Maßnahme, die nach mehr als 20 Jahren nach Fertigstellung sehr nötig gewesen sei. Auch sei in Stammheim ein neues Baugebiet in Planung, und zwar im Anschluss an das bestehende Neubaugebiet in Richtung Süden. Die Flächen seien weitgehend erworben, die ersten Entwürfe lägen vor. Es würden 17 oder 18 Bauplätze ausgewiesen.

Die Gemeinde habe die Schiffsanlegestelle vorübergehend übernommen, da die Firma Beuerlein diese im Augenblick nicht nutze. Ab 1. April lege das Schiff Undine an, für April sei die Einweihungsfeier der Landestelle geplant. Bis 2016 werde Stammheim mit der schnellen Breitbandleitung VDSL-2 ausgerüstet.

Franz Hackenberg fragte, bis wann man endgültig Bescheid bekäme über die Höhe der Beitragsschuld für die Kläranlage. Er erhielt die Auskunft, dass die bisherigen Teilbeträge auf der Basis der Kalkulation in Höhe von 10, 5 Millionen erstellt worden seien; sechs Euro seien pro Quadratmeter Geschossfläche berechnet worden, ein Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Auf Grund dieser Berechnung würden 75 Prozent der Kosten eingehoben, die Schlussabrechnung erfolge erst, wenn die Kosten endgültig feststünden. Er sei aber zuversichtlich, dass der Kostenrahmen nicht überschritten werde, so der Bürgermeister.

Stefan Ebert wollte wissen, ob durch die eventuelle Rückkehr von Mönchstockheim in den Abwasserverband für Kolitzheim Mehrkosten entstünden; schließlich sei durch das Hin und Her ja auch eine Verzögerung um etwa ein Jahr entstanden. Herbert belegte, dass durch diese Verzögerung keine Verteuerung eingetreten sei, eher im Gegenteil. Da der bauliche Bereich nach Einwohnerzahl abgerechnet werde, entstünden eher Einsparungen für Kolitzheim, weil sich der Anteil der Gemeinde Sulzheim um die Einwohnerzahl von Mönchstockheim vergrößert. Die Betriebskosten würden nach der tatsächlichen Wassermenge abgerechnet. Aus der Reserve von 800 Einwohnereinheiten, über die Kolitzheim verfüge, könne man einen Teil abgeben, da die Prognosen einen Rückgang der Einwohnerzahlen voraussagen; eine gewisse Reserve werde man aber behalten. Wenn eine größere Gewerbeansiedlung erfolge – was im Augenblick nicht absehbar sei – müsse man nach eigenen Lösungen suchen.

Auf seine Frage, wie die Ersparnis umgelegt würde, wenn man mit der Schlussabrechnung für die Kläranlage unter den veranschlagen 10,5 Millionen bleibe, bekam Bernhard Moller die Antwort, dass der Gemeinderat in diesem Fall entscheiden müsse, ob es eine einmalige Rückzahlung gebe, oder ob das Guthaben über die Gebühren abgerechnet werde.

Frank Moller fragte an, wie die Kosten für den Straßenausbau am Lerchenberg verteilt würden. Horst Herbert informierte, dass Wasser und Kanal die Gemeinde bezahle; dafür werde bei den Grundstücksbesitzer, die neu dazu gekommen seien, ein Beitrag erhoben, abhängig von der Grundstücksgröße und der Geschossfläche. Die Kosten für den Straßenbau würden zu 90 Prozent auf alle Anlieger verteilt.

Für die Verwirklichung einer autonomen Energieversorgung für die Gemeinde sah der Bürgermeister keine Chancen. Es habe auf regionaler Ebene einen Zusammenschluss von Gemeinden gegeben, die sich darüber Gedanken gemacht hätten. Die Ergebnisse seien ernüchternd: Alle Möglichkeiten seien nicht kostendeckend, und die Beteiligung der Bürgerschaft sei auch gering gewesen. Peter Moller bemängelte, dass bei manchen Baugrundstücken die Entwässerung des Kellers nur über eine Hebeanlage möglich sei. Die Antwort des Gemeindechefs: Alle Bauwerber seien vor dem Erwerb dieser Grundstücke auf diese Situation hingewiesen worden. Eine andere Planung hätte enorme Mehrkosten verursacht, daher habe man davon abgesehen.

es

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