Seifenkistenrallye auf dem Kreuzpfadhang

01.07.2015

Mainpost, 01.07.2015

 

LINDACH

Seifenkistenrallye auf dem Kreuzpfadhang

Eigenbau: Ein originelles selbst konstruiertes Gefährt beim Lindacher Seifenkistenrennen.

Unter der Federführung des FC Lindach hat die Dorfjugend das zweite Lindacher Seifenkistenrennen am Südabhang des Kreuzpfadberges in Richtung Öttershausen veranstaltet. Gestartet wurde im Dorf während das Ziel im „Hohlen Graben“ lag.
Etwa einen Kilometer lang war die Rennpiste mit einem Gefälle von durchschnittlich sieben Prozent. Das steilere Anfangsstück mit einer nicht zu unterschätzenden Linkskurve sorgte für eine ordentliche Geschwindigkeit und verlangte von den Piloten hohes fahrerisches Geschick. Allerdings war dieses auch auf der Reststrecke gefordert, denn hier gab es so einige Bodenwellen, die die selbst gebauten Boliden, mit teilweise sehr eigenwilliger Konstruktion, so einige Male ins Schlingern brachte, so dass sie nur noch auf zwei statt auf vier Rädern fuhren.
Gravierende Unfälle gab es dennoch nicht zu vermelden. Lediglich zu einigen kleineren Stürzen kam es, ausgelöst durch falsche Bremsmanöver mit anschließendem Übersteuern. Etwa 300 begeisterte Zuschauer säumten die Rennstrecke, auf der immerhin dreizehn Gefährte unterwegs waren, die mit rasender Geschwindigkeit ratternd und schlingernd zu Tal fegten und beim Publikum einen gewissen Nervenkitzel erzeugten.

Die aufgestellte elektronische Messtafel zeigte oftmals Geschwindigkeiten von knapp unter 50 km/h an. Für die gesamte Strecke benötigten die schnellsten Fahrer um die 52, die langsameren bis zu 110 Sekunden an Zeit. Selbst die Malerin Isolde Folger ließ es sich nicht nehmen, mit ihrem roten Flitzer wagemutig auf die Piste zu gehen, wo sie sich auch ganz achtbar schlug. Auch der FC-Vorsitzende Heinz Rock versuchte sein fahrerisches Können im direkten Duell mit seinem Vereinskassenwart Walter Weissenseel, was der Vereinschef überdeutlich zu seinen Gunsten entschied. So bekam die Veranstaltung doch mehr einen gaudihaften Anstrich, den der Rennstreckenkommentator Martin Hellert mit lockeren Sprüchen noch kräftig anheizte.
Nach zwei Einzel-durchgängen und dem Finallauf, der ebenfalls im Einzel gefahren wurde, standen die Sieger der Seifenkistenrallye fest. Lindachs Weinprinzessin Franziska Seger überreichte den Pokal an den Gesamtsieger Dominik Walter. Außerdem kam auf das Siegerpodest aus Strohballen Jan Ziegler als Zweiter, dessen Gefährt auch noch als das originellste vom Publikum durch Abstimmung prämiert wurde.
Dritter wurde Jonas Wirsching. Weitere Platzierungen errangen Tobias Drescher, dessen Bolide einen Sturz leider nicht überlebte, Toni Englert, Zoi Bedenk, Lea Stolper, Elias Schmutzer, Stefan Reisbeck und Andre Kestler.

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