Selbst Immobilien im Altort sind gefragt

01.02.2016

Mainpost 01.02.2016

OBERSPIESHEIM    

Selbst Immobilien im Altort sind gefragt
 

Die Erweiterung des Neubaugebietes „Am Burggraben“ mit 14 Baugrundstücken und die umfassende Innensanierung der Kirche St. Bartholomäus sind derzeit die größten Baustellen in Oberspiesheim, stellte Bürgermeister Horst Herbert bei der Bürgerversammlung im vollbesetzten Gemeindezentrum fest.

Bei der Baugebietserweiterung sind Wasser und Kanal gebaut, im Frühjahr werden Strom- und Telefonleitungen verlegt und dann beginnen die Straßenbauarbeiten. Danach werden die Bauplätze vermessen und voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte zum Verkauf angeboten. Anfragen gebe es schon.

Im vergangenen Jahr seien die 28 Bauplätze in Unterspiesheim innerhalb weniger Wochen verkauft oder vorgemerkt worden. Aber auch Immobilien in den Altortbereichen würden derzeit relativ zügig verkauft, informierte Herbert.
Das Flurbereinigungsverfahren sei zwar noch nicht angeordnet, es gebe aber bereits einen Arbeitskreis für die Wegplanung, freute sich das Ortsoberhaupt. Heinz Heck regte an, in diesem Zusammenhang befestigte Wege für Fußgänger und Radfahrer rund um die Ortschaften zu schaffen. Herbert gab zu bedenken, dass dies mit den Interessen der Landwirte vereinbar sein müsse.

Leider gebe es derzeit keine bebaubaren Gewerbegebietsflächen in Oberspiesheim, deshalb laufe ein Bebauungsplanverfahren an, teilte Bürgermeister Herbert mit. Die in alten Bebauungsplänen vorgesehenen Gewerbegebietsflächen zwischen Ober- und Unterspiesheim könnten aus Immissionsschutzgründen nicht erschlossen werden, beantwortete Herbert eine Anfrage.

Es gebe zwar einen Zeitplan für den Neubau der Brücke über die B286 in Oberspiesheim, der Bürgermeister bezweifelte aber, ob dieser eingehalten werden kann.
Seit einiger Zeit steht nur der Sockel des Bildstockes am Ortsausgang in Richtung Unterspiesheim, da die Figur beschädigt wurde. „Was soll damit geschehen?“, fragte der örtliche Gemeinderat Kurt Greß. Die Reparatur der Figur sei zwar abgeschlossen, es müsse aber noch die Renovierung des schadhaften Sockels erfolgen, bevor der Bildstock endgültig fertiggestellt werden kann. Hierzu müsse noch eine Vereinbarung mit dem Grundstückseigentümer und der Kirchengemeinde getroffen werden.

Auf die Anregung, dass beim Winterdienst noch weitere Flächen vom Bauhof geräumt werden sollen, erwiderte der Bürgermeister, dass die Gemeinde ihre Verpflichtungen mehr als erfülle und er keine weiteren Ergänzungen für erforderlich halte.

Ein Problem mit den vielen Wildtauben, die mit ihrem Kot den Außenbereich des Kindergartens stark verschmutzten, sprach Kindergartenleiterin Helga Gerlach an. Man könne zwar Vergrämungsmaßnahmen an Gebäuden vornehmen, bei den großen Bäumen im Spielbereich des Kindergartens sei dies jedoch nicht möglich, wusste auch Herbert keine Abhilfe.

Von der Schaffung eines Brennholzlagerplatzes über das Ausbessern des Feldweges entlang des Stemmgrabens, das Reinigen der Durchlässe dieses Grabens bis zu Setzungen im Feldweg an der Kanalleitungstrasse und Fragen zu den Hinweisschildern für einen neuen Wanderweg reichten die Wünsche und Hinweise der Oberspiesheimer.

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