Skypies landen beim Kolpingfasching

28.01.2015

Mainpost, 28.01.2015

 

ZEILITZHEIM
Skypies landen beim Kolpingfasching

Kurzweiliges Programm im Zeilitzheimer Pfarrzentrum

 „Wo bin ich denn jetzt gelandet?“, fragte sich der Opa im Potpourri des Kolpingchors ein ums andere Mal. Er hatte zuvor von seiner Enkelin den Internet-Video-Telefondienst „Skype“ auf dem Laptop gezeigt bekommen. Eine abenteuerliche virtuelle Reise hatte der Opa Am Ende hinter sich, ehe er endlich Tante Inge auf dem Bildschirm hatte.

Davor sprach er via Skype unter anderem mit Indianern, mit Menschen aus Australien, Afrika, China, Schottland und dem Vatikan. Sogar Angela Merkel war auf seinem Bildschirm zu sehen. Jeder dieser Charaktere wurde durch ein Chormitglied dargestellt. Dabei bot das Ensemble reichlich selbst gedichtete Lieder dar, die die Schauspielszenen gelungen untermalten. Letztendlich erfuhr der geschockte Opa, dass Tante Inge bei ihm einziehen wird.

Der ganze Faschingsabend der Kolpingfamilie stand unter dem Motto „Moderne Technologien“, weshalb auch das Moderatoren-Quintett (Christina Schömig, Weena Meyer, Florian Bittner, Gabriel Meyer und Andre Koch) als genannte Skypies von einem fremden Planeten in das katholische Pfarrzentrum nach Zeilitzheim gereist waren – auf der Suche nach Gleichgesinnten, die genauso lustig sind wie sie.

Die Moderatoren sind kaum noch wegzudenken beim Kolpingfasching. Sie führten wie eh und je mit Charme und Witz durchs Programm und bewiesen einmal mehr schauspielerisches Können.

Mit Schultasche stieg Andreas Dietrich zum ersten Mal in die Bütt. Er berichtete von so manchen Alltagssorgen. Manches, das mache ihn sauer. „Kind zu sein, das nervt auf Dauer!“, stellte er fest. Auf äußerst amüsante Weise zeigten Johannes und Andreas Dietrich, zu welchen Missverständnissen es bei einem Gespräch im Zug kommen kann.

Zahlreiche Kuriositäten führten in einem Sketch mit dem Titel „Gerichtsverhandlung“ dazu, dass ein eigentlich der Beleidigung beschuldigter Mann wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als König Ludwig stieg Johannes Dietrich auf die Bühne und nahm das politische Geschehen in Bayern, Deutschland und der Welt in Reimform gekonnt auf die Schippe.

Die fünf Moderatoren wechselten im Laufe der fast fünfstündigen Veranstaltung häufig das Gewand und zeigten dem Publikum auch den einen oder anderen Sketch. Ob im Wirtshaus bei englischer Musik, mit einem kleinen grünen Apfel oder dem Anruf bei einer Notrufnummer der Feuerwehr, die für eine Sexhotline gehalten wurde, die Moderatoren wussten das Publikum stets zu begeistern. Lacher hatten Andre Koch und Michael Danzberger auch im Zwiegespräch als Kellner auf ihrer Seite. Auf die Frage, warum seine Schürze nur halb gebunden wäre, antwortete der eine, dass er ja auch nur halbtags arbeite. „Dafür bist du ganztags blöd“, konterte der andere.

Andreas Fuchs warf sich in diesem Jahr für seine Büttenrede als „Call Girl“ mit Federboa und Netzstrümpfen in Schale. „Lolita ist mein Name. Der nächste Herr, dieselbe Dame“, stellte er sich vor. „Ich massiere fleißig wie ne Biene, die Lolita mit Routine“, reimte er.

Neben lustigen Sketchen und Büttenreden ist der Kolpingfasching auch für Tanzeinlagen bekannt. Alle Gruppen präsentierten sich heuer nach Wochen und Monaten des Probens ebenso kreativ wie choreografisch gelungen. Den Anfang machten bei der von Maria Karbacher geleiteten 26. Auflage des Kolpingfaschings die Kleinsten.

Die Purzelgarde bescherte dem Abend einen gelungen Einstieg. Alina und Emelie Graf feierten ihr Debüt als Garde-Duo. Sie meisterten es mit Bravour. Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt die Jugendgarde des 1. SC Zeilitzheim. Die Mädchen brillierten mit einer sehr homogenen, flotten Darbietung.

Als Sportskanonen zeigten einige junge Zeilitzheimer Mütter eine flotte Performance. Beim Showtanz verwandelten sich die Tänzerinnen während ihres Auftritts von „Charleston-Ladys“ in „Criminals“ und begeisterten dabei sogar mit Michael Jacksons Moonwalk.

Einen Boxkampf mit allem drum und dran zeigte das Männerballett zum Abschluss. Kämpfer, Trainer, Manager und Nummern-Girl präsentierten unter anderem spektakuläre Hebefiguren.

Nach all diesen abwechslungsreichen Programmpunkten beschlossen die Skypies, gar nicht mehr die Heimreise anzutreten, sondern sich auf diesem lustigen Planeten hier niederzulassen.

In den Pausen zwischen den Auftritten sowie nach dem offiziellen Programm sorgten „Die Karbacher-Musikanten“ mit schwungvollen Liedern für gute Stimmung. Für die zweite Sitzung am kommenden Samstag, 31. Januar, können Kurzentschlossene noch wenige Restkarten erwerben.

Zu den News