Solidarisch mit Stammheim

02.06.2015

Mainpost, 02.06.2015

 

GRETTSTADT
Solidarisch mit Stammheim

Dürrfelder Kanäle werden geprüft

Kurz und knackig ging die Gemeinderatssitzung in Grettstadt über die Bühne: Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Eller leitete die Runde, in Urlaubsvertretung für Ewald Vögler.

Mit etwas Verspätung (die letzte Sitzung war entfallen) zeigte sich auch Grettstadt mit dem Bündnis „Stammheim ist bunt“ solidarisch und verabschiedete nach dem Protest-Sonntag eine entsprechende Resolution gegen eine Neonazi-Zentrale im Ort.

Im „weltoffenen und toleranten Landkreis“ sei kein Platz für undemokratisches und menschenverachtendes Gedankengut, heißt es in der Erklärung, unter besonderem Verweis auf das Kriegsende vor 70 Jahren. Die Resolution wurde einstimmig angenommen.

Um die Entsorgung von Abwässern geht es bei einem Auftrag für das Ingenieurbüro GBI: Nach der Kanalvermessung in Dürrfeld, durch die Überlandzentrale (ÜZ) Lülsfeld, soll das GBI beratend und koordinierend tätig werden: Analog zur Vorgehensweise in Unter- und Obereuerheim wird es eine Zustandsbewertung und Schmutzfracht-Berechnung für die Kanäle geben, Gegenwert: 28 000 Euro. Eine Kamerabefahrung steht noch aus.

Es gehe bei der Kanalsanierung in Dürrfeld um einen Zeitraum von drei bis vier Jahren bestätigte Eller auf Nachfrage von Felix Schneider. Andreas Schech regte zuletzt an, dass es bei der Begehung des Gemeindewalds (am 20. Juni) auch um den Bereich Waldsaum gehen soll.

Uwe Eichler

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