Solidaritätslauf erbringt Geld für zwei Häuser

17.07.2009

Mainpost 17.07.2009

 

UNTERSPIESHEIM/GERNACH

 

Zehnte Aktion der Pfarreiengemeinschaft – 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Start.

Zum zehnten Mal trafen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Pfarreiengemeinschaft Unterspiesheim/Oberspiesheim/Gernach/Grettstadt, um durch ihren Solidaritätslauf dazu beizutragen, „dass die Grenze zwischen Arm und Reich zumindest etwas aufgehoben wird“, wie es Pastoralassistent Stefan Heining in der Gernacher St.-Aegidius-Kirche formulierte.

Den Solidaritätslauf organisiert im Frühjahr oder Sommer jeweils eine der vier Kirchengemeinden. Diesmal lag die Verantwortung in Händen von Notburga Friedl aus Unterspiesheim. 740 Euro kamen zusammen.

Die Grundidee des Solidaritätslaufes ist ganz einfach: Pfarrgemeinden, Schulklassen oder andere Gruppen machen sich zugunsten Not leidender Menschen in Afrika oder Lateinamerika auf den Weg. Im Vorfeld des Laufs sucht sich jeder Teilnehmer einen Sponsor, der jeden zurückgelegten Kilometer mit einer Spende für Not leidende Menschen belohnt.

40 Teilnehmer am Lauf

Gut 40 Teilnehmer waren nach Unterspiesheim gekommen, um von dort aus an den Gernacher Seen vorbei nach Gernach zu laufen. Unterwegs kamen einige Kinder dazu, die an den Seen gezeltet hatten.

Ziel des Marsches war die St.-Ägidius-Kirche. Dort erläuterte Notburga Friedl, wofür das eingesammelte Geld verwendet wird: In Guayaquil, der größten Stadt von Ecuador Südamerika, leben viele Menschen in Elendsvierteln. Gewissenlose Großgrundbesitzer vertreiben die Menschen mit ihren Familien, um den Grund selbst zu nutzen.

Ein Projekt der Jesuiten sorgt dafür, dass diese Menschen kleine Darlehen erhalten, mit denen sie sich in Nachbarschaftshilfe Häuser aus Bambus bauen können, die auch gegen Überflutungen geschützt sind, weil sie auf Stelzen stehen. Ein Haus kostet 340 Euro. Durch das gemeinsame Bauen der Häuser entsteht eine Gemeinschaft, die auch politischen Einfluss nehmen kann.

Armen und Unterdrückten helfen

Pastoralassistent Heining sagte in seiner Ansprache, dass wir aufgerufen seien, das Licht Jesu in die Welt zu bringen, indem wir Armen und Unterdrückten helfen: „Jesus hat keine Arme als die unseren.“

Mit einem Blumenstrauß aus Feldblumen, die die Kinder während des Solidaritätslaufs gepflückt hatten, dankte Notburga Friedl Angelina Weis, die vor zehn Jahren den Solidaritätslauf initiiert hatte, und unermüdlich dafür sorgt, dass diese Tradition weitergeht.
Zu den News