Spontan ein Geigensolo vorgetragen

24.04.2018

Mainpost 24.04.2018

LINDACH

Spontan ein Geigensolo vorgetragen

Unter der Regie von Hubert Dotzel, Vorsitzender des Lindacher Winzervereins, fand die eindrucksvoll gestaltete Krönungsfeier für die neue Weinprinzessin im schön dekorierten Sportheimsaal satt. Luisa Dotzel, bisherige Lindacher Weinhoheit, setzte ihrer Nachfolgerin Shivani Knoblach die Krone auf.

Durch das umfangreiche Programm führte Manfred Schön, Schriftführer des Winzervereins, witzig und schlagfertig. Für die musikalische Umrahmung sorgte die heimische Blaskapelle unter der Leitung von Walter Strauß. Die achtteilige Weinprobe stellten ehemalige Lindacher Weinprinzessinnen gekonnt vor, woran sich aber auch die noch amtierende und die künftige Kreuzpfadhoheit beteiligten.

Für Aufheiterung sorgten die Weinprinzessinnen aus der Region Main-Steigerwald mit einem Sketch zu Ehren ihrer Kollegin Luisa. Sie verglichen ihre Person sinnbildlich und symbolisch mit der örtlichen Weinlage, wobei sie den Kreuzpfadwengert als trocken, aber gepaart mit „Leidenschaft der Leiden schafft“ betitelten. Sie verabschiedeten Luisa mit Dank und Anerkennung für die schönen Momente, die sie der gemeinsamen Amtszeit erleben durften, und überreichten nette kleine Geschenke. Sehr herzlich nahmen sie die „Neue“, Shivani Knoblach, in ihren Reihen auf. Sie statteten sie mit einem originellen Start-up-Paket für Notfallsituationen aus.

In ihrer Abschiedsvorstellung zeigte Luisa Dotzel mit ausdrucksstarken Bildern, untermalt mit passender Musik, die wichtigsten Stationen ihrer Amtszeit auf. Neben dem Besuch der vielen Weinfeste in der Umgebung führten sie ihre Repräsentationspflichten von München bis nach Travemünde an die Ostsee. „Diese Erinnerungen an solche schönen Zeiten gehen mir niemals verloren“, versicherte sie in emotionaler Stimmung. Danach krönte sie ihre Nachfolgerin Shivani als 17. Lindacher Weinprinzessin. Selbstverständlich vergaß Luisa nicht, sich bei allen Personen zu bedanken, die sie während ihrer Amtszeit unterstützten.

Die erst 18-jährige Shivani Knoblach wird nun für die nächsten Jahre den Lindacher Kreuzpfad repräsentieren. Dabei wartet mit der Weinbergs- und Blütenwanderung am Maifeiertag ihr erstes Heimspiel auf sie. In einer witzigen, charmanten Art, ohne Lampenfieber, setzte Shivani schon die ersten Akzente im Vorfeld der Amtszeit. Sie stellte sich spontan, natürlich und selbstverständlich als Adoptivkind mit nepalesischen Wurzeln dar. „Ich bin aber inzwischen eine echte Lindierin geworden“, meinte sie selbstbewusst. Sie vermeldete ferner, dass sie gerade eine orthopädische Schuhmacherlehre in Schweinfurt absolviere und demonstrierte spontan und eindrucksvoll ihre große Leidenschaft und spielte auf ihrer Geige spielte sie ein Solo. So ganz unbeleckt sei sie, was den Weinbau anbelangt, aber auch nicht, denn schließlich bewirtschafte Ihr Opa Herbert den „kleinsten Wengert in Lindi“, verriet sie augenzwinkernd, wo sie gelegentlich schon bei der Arbeit geholfen habe. Zur Überraschung und Erheiterung des Publikums zeigte sie schlagfertig eine Flasche mit nepalesischen Wein, der es im Geschmack mit manchem unserer Tropfen aufnehmen könne, versicherte sie. Als künftige Repräsentantin des Lindacher Kreuzpfadweins wolle sie stets ihr Bestes geben.

Bürgermeister Horst Herbert drückte seinen Dank und seine Anerkennung im Namen der Gemeinde Kolitzheim der scheidenden Prinzessin aus mit den Worten aus: „Luisa, Du warst eine erstklassige Botschafterin unserer Gemeinde.“ Der Nachfolgerin gab er gute Wünsche mit auf den Weg. Stellvertretender Landrat Peter Seifert bedankte sich im Namen des Landkreises Schweinfurt ebenfalls bei Luisa für eine ausgezeichnete Repräsentationsarbeit.

Zu Shivani meinte er, dass ihr Name laut Wikipedia mit Musikalität in Verbindung gebracht werde. Nach ihrem Musikvortrag und ihrem Namen nach schließe er, dass künftig das Lindacher Weinfest wohl mit einem Geigensolo eröffnet werde.

Andreas Oehm, Vorstandsvorsitzender der GWF und Vizepräsident des Fränkischen Weinbauverbands, dankte ebenfalls Luisa für ihren selbstlosen Einsatz und hatte für Shivani gute Wünsche parat. Den Vorrednern schloss sich Beate Glotzmann vom Tourismusverband Gerolzhofen an und bot Shivani eine ebenso gute Zusammenarbeit an, wie dies bei ihrer Vorgängerin der Fall war.

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