St Martin: Alternative zu Krieg und Hass

14.11.2018

Mainpost, 14.11.2018

GERNACH

St Martin: Alternative zu Krieg und Hass

Mit einem Wortgottesdienst in der Kirche St. Aegidius begann die Martinsfeier, zu der KOMM-IN die Gernacher eingeladen hatte. Wortgottesdienstleiterin und KOMM-IN-Vorsitzende erinnerte an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. In diesem Krieg seien viele Menschen einen sinnlosen Tod gestorben, unermesslich viel Leid sei über die Menschen in Europa gekommen. Sankt Martin zeige - gerade als Soldat eine Alternative auf: sein Ziel sei es nicht gewesen, Menschen zu töten, sondern Menschen in Not zu helfen. In einem Rollenspiel zeigten die Kinder von KOMM-IN, dass man das Vorbild des Heiligen Martin, seinen Mantel zu teilen, in unserer Zeit nicht so umsetzen könne, indem man seinen Anorak teilt: vielmehr gehe es darum, sich im Leben nicht das Ziel zu setzen, so viel zu bekommen, wie man kriegen kann, sondern zu teilen, anderen zu helfen, so gut man es kann. In den Fürbitten wurde die Form der Hilfe konkret angesprochen: Hilfe könne es sein, sich auf die Seite des Mitschülers zu stellen, der gemobbt werde, oder die Klassenkameradin zu unterstützen, die sich mit der deutschen Sprache schwer tue, weil sie als Flüchtlingskind erst kurz in Deutschland sei. Elke Dressel bedankte sich bei den Gruppenleiterinnen Aileen Berchold, Nicole Schneider und Monique Grimm, der angehenden Erzieherin Leona Fillman für die Unterstützung bei dem Rollenspiel, bei Vitalis Eirich für die Orgelbegleitung und bei der Freiwilligen Feuerwehr für die Absicherung des Martinzugs durch das Dorf.  Der Martinszug endete im Gelände von KOMM-IN, wo Suppen, Würstchen, Punsch für die Erwachsenen und süßes Gebäck auf die Gäste warteten. Der Erlös aus den Einnahmen kommt der Kinderstation des Leopoldina- Krankenhauses zugute.

 

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