Stammheim: Vom schnellen Glasfaser bis zum Totholz im Wald

05.02.2020

Mainpost 05.02.2020

Stammheim

Stammheim: Vom schnellen Glasfaser bis zum Totholz im Wald

Bei der Bürgerversammlung im Kolitzheimer Gemeindeteil Stammheim meldeten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zu Wort, um ihre Anliegen vorzutragen oder auf kleinere Missstände hinzuweisen.

Bernhard Moller lobte die Gemeinde Kolitzheim für den Breitbandausbau. Es werde demnächst wieder eine  Breitbandrichtline geben, in deren Zuge auch Stammheim mit Glasfaser erschlossen werden sollte. Hierfür sollte ein Masterplan erstellt werden, damit man bei Bewilligung der Fördergelder sofort starten kann. Bürgermeister Horst Herbert sagte, diese Netzplanung existiere bereits. Die Gemeinde habe bisher alle Förderprogramme genutzt.

Kreisbrandmeister Daniel Scheller bedankte sich beim Gemeinderat für die Ausstattung und Finanzierung der Feuerwehren. Er erinnerte an das Starkregenereignis in Ober- und Unterspiesheim. Hier hätten zahlreiche Anrufer versucht, über die Nummer der Rettungsleitstelle Hilfe zu bekommen - mit der Folge, dass der Notruf länger blockiert war. Sollte sich wieder einmal ein solches Starkregenereignis passieren, sollen die Betroffenen direkt ans Feuerwehrhaus zu kommen. Dies wäre eine Entlastung für Rettungsleitstelle und die Notrufnummer wäre für lebensrettende Maßnahmen frei. 

Johanna Wieland wollte wissen, wie es mit dem Bau der zentralen Grundschule weitergeht. Der Bürgermeister sagte, man müsse momentan erst - wie von der Regierung von Unterfranken gefordert - die Bedarfsermittlung und das Schulkonzept mit dem Raumprogramm abwarten, um wichtige Eckpunkte, die der Bau aussehen wird, klären zu können. Erst im nächsten Schritt gehe es dann um die Wahl des Standorts. Die Gemeinde sei in der glücklichen Situation, zwei geeignete Flächen in Herlheim und in Unterspiesheim zur Verfügung zu haben. Auf Nachfrage von Frank Flederer gab Herbert bekannt, dass es bis zu fünf Jahre dauern kann, bis zu die neue Schule in Betrieb gehen kann. 

Josef Schmitt gab bekannt, dass der örtliche Schützenverein beabsichtigt, die Schießanlage umzurüsten. Hierzu erhält der Schützenverein vom Freistaat Bayern aber nur eine Förderung in Höhe von 25 Prozent. Die Gemeinde solle Gedanken machen, ob sie hier mit einer Förderungen hilft. Nach den bisherigen Regularien der Gemeinde werden nur Maßnahmen am baulichen Teil
der Vereinsanlagen gefördert, aber keine Einrichtungsgegenstände, antwortete der Bürgermeister. Warum die staatliche Förderung so niedrig ausfällt, will er mit dem Innenministerium noch abklären.

Die Gehsteige im Bereich der Metzgerei Berchtold bis zur Schnittstelle Bach seien sehr marode und sollten erneuert werden, forderte Johannes Prowald. Im Zuge der Erneuerung sollte auch an eine Einbringung eines Leerrohrs zur Glasfasererschließung gedacht werden. Der Bürgermeister sagte, der Bauausschuss des Gemeinderates habe sich die betreffenden Stellen bereits angeschaut, allerdings sah das Gremium keine besondere Dringlichkeit. 

Michaela Endres fragte, warum man nicht die Schule für die Mittagsbetreuung benutzen könne. Dies sei von der Schulleitung aber nicht erwünscht, antwortete Horst Herbert, weil es sonst Störungen für die anderen Klassen geben könnte, die noch unterrichtet werden. 

Die Arbeiten im Arbeitskreis zur Umgestaltung des Dorfweihers stagnieren aufgrund personellen Engpasses des Planungsbüros, bedauerte Peter Fischer. Die Arbeiten des Arbeitskreises sollten umgehend wieder aufgenommen werden. Fischer warb für eine Mitwirkung aller Generationen im Arbeitskreis, auch im Hinblick auf die Tradition. Dann wollte Fischer noch wissen, wer für den Wald in Stammheim zuständig sei, denn dort gebe es viele Windbrüche und Totholz, was für Kinder und Wanderer eine Gefahr darstellen würde. Horst Herbert sagte, es gebe Privat- und Gemeindewald. Das Totholz im Wald sei für die Ökologie wichtig. Und zuletzt regte Peter Fischer auch noch an, die Windschutzstreifen entlang des Wegs zu den Weinbergen besser zu pflegen. Hier stimmte der Bürgermeister zu, verwies jedoch auf personelle Engpässe im Bauhof. 

Winfried Seißinger wollte wissen, wie oft die Straßeneinläufe gereinigt werden, denn die Einläufe in der Maintalstraße in Richtung Fahr seien stark verschmutzt und bei Starkregen könnte es möglicherweise hier zu Problemen kommen. Laut Bürgermeister werden die Einläufe der Straßenentwässerung zweimal pro Jahr gereinigt. Die Arbeiten werden an Fremdfirmen vergeben.

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