Stammheim vorerst ohne DSL

27.01.2007

Mainpost 27.1.2007

 

Stammheim vorerst ohne DSL

 

KOLITZHEIM (BP) Kupferkabel müsste ausgetauscht werden

In der Gemeinde werde immer wieder nach der schnellen Internet-Verbindung DSL gefragt, berichtete Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung. Er habe sich nun erneut bei der Telekom informiert. In den einzelnen Ortsteilen gebe es unterschiedliche Abdeckungen, so der Bürgermeister.

Kolitzheim und Lindach sind voll DSL-fähig. In Herlheim können 49 Prozent der Haushalte versorgt werden, in Unterspiesheim 98 Prozent, in Oberspiesheim 78 Prozent, in Gernach 7 Prozent und in Zeilitzheim 38 Prozent.

Keine Verbindung gibt es nach Stammheim. Diese Situation wird sich im Augenblick auch nicht ändern, so das Gemeindeoberhaupt. Um die Versorgung bei größerer Entfernung vom Knotenpunkt möglich zu machen, müsste das Kupferkabel gegen ein Glasfaserkabel ausgetauscht werden, was sehr teuer komme.

Auch Konkurrenten der Telekom hätten keine Möglichkeit, da sie deren Netz benutzen. Die Änderung der Zuordnung der Vorwahlen mache wegen der liegenden Leitungen ebenfalls keinen Sinn.

Die Alternative sei, dass sich die Gemeinde an den Kosten der Neuverkabelung beteilige, was aber in das Wettbewerbsrecht eingreife, so das Gemeindeoberhaupt. Er hoffe auf eine neue Technik, mit der die Verbindung auf dem Land dann ebenfalls möglich ist.

Einen Antrag auf Vorbescheid zum Bau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mit Getreidelager stellte Ralf Schmitt aus Herlheim. Da der Bauplatz am Kolitzheimer Weg und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Siedlungsgebiet liegt, ist dies problematisch.

So könne man dem Plan nicht zustimmen, so die Gemeinderäte. Zuerst müssten mit dem Landratsamt die Bestimmungen für den nötigen Abstand zum Wohngebiet geklärt werden.

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