Stammheimer Musiker zelebrieren ihr 25. Herbstkonzert

03.12.2019

Mainpost 03.12.2019

Kolitzheim

Stammheimer Musiker zelebrieren ihr 25. Herbstkonzert

Gabriella's song", ein Medley mit dem Besten der Beatles, der "Fluch der Karibik", "Music" von John Miles: Das Gesamtorchester des Musikvereins Stammheim ließ unter der Leitung von Elke Jörg nichts aus, um sich selbst und seinen gut 150 Zuhörern im Musikerheim zum 25. Herbstkonzert zu gratulieren.

Gute zwei Stunden lang holten die Musiker alles aus sich und ihren Instrumenten heraus. Sie mussten sich aber auch anstrengen, damit ihnen der gut aufgelegte Moderator Bernhard Seißinger mit seinen launigen Ansagen nicht die Show stahl.

Soviel sei verraten: Er hat es nicht geschafft. Was er wohl auch nicht wirklich beabsichtigt haben dürfte, denn er würzte die Anmoderationen der einzelnen Stücke zwar mit einem guten Schuss Selbstironie, aber vor allem mit vielen Informationen zu den einzelnen Musikstücken. Zum Beispiel beim Jubiläumsmarsch, geschrieben von Thomas Meusert.

Tubistenkönig und Tubistenkaiser haben Spaß

Dieser sollte später mit einem Trompetensolo bei "In the mood" neben den Saxofonisten Bernhard Moller und Sandra Weißenseel und erst recht bei "Gabriella’s song" so richtig aufblühen. Diesen Marsch, so Seißinger, habe Meusert zum 50. Geburtstag eines ganz besonderen Vereins geschrieben, nämlich des Musikvereins Stammheim.

Zur Musik selbst darf gesagt werden, dass sich das Gesamtorchester nicht damit zufriedengab, einfach nur den obligatorischen bunten musikalischen Jubiläumsstrauß gebunden haben zu wollen. Es war eher ein Zelebrieren, ein Feiern, ein Genießen jedes einzelnen Taktes, ja fast jeder einzelnen Note. Was sich besonders beim "Tubistenspaß" zeigte, in der der "Tubakönig" Roland Hering und sein Mentor und Vorbild, der "Tubakaiser" Maximilian Ebert, gemeinsam spielten. Ach was, sie tauchten regelrecht ein in ihren Spaß, warfen sich die Takte wie Wasserbälle zu, um fast schon ausgelassen musikalisch rumzutoben.

Marsch für ein Bier

Da mochte das ganze Emsemble nicht nachstehen und gönnte sich das Stück "Weil Blasmusik Spaß macht" aus der Feder von Benedikt Feustel. Der stammt aus Untertheres und ist Kreisdirigent des Nachbarlandkreises Haßberge. Was die Stammheimer, beheimatet im Landkreis Schweinfurt, nicht davon abhielt, den musikalischen Spaß richtiggehend einzusaugen und das locker-leichte und nicht allzu komplexe Stück aus einem Guss zu intonieren.

Zwischendurch durfte es auch mal der Marsch "Paula" sein, geschrieben von Lukas Bruckmeyer. Der widmete das Lied nicht einer Frau namens Paula, sondern einem Bier, genauer gesagt einer bestimmten Biermarke aus der Landeshauptstadt München. "So viel sei verraten", so der Moderator mit einem Augenzwinkern, "es handelt sich hier nicht um Löwenbräu." Und wer sich, wie das Gesamtorchester des Musikvereins Stammheim, an "Gabriella’s song" und "Fluch der Karibik" heranwagt, der hat es auch verdient, am Ende der zwei Stunden im jubelnden Beifall zu baden.

 

 

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