Statt 1400 nun 320 Grundstücke

13.09.2006

Mainpost 13.9.2006

 

Statt 1400 nun 320 Grundstücke

 

HERLHEIM (BP) Endlich ist es soweit. Nach mehr als 10jährigen Planungen und Vorarbeiten für die Flurbereinigung können die Landwirte nach dem Abernten der Felder ab diesem Herbst ihre neuen und großen Grundstücke in Besitz nehmen und bearbeiten. Zurzeit laufen die letzten Arbeiten für die Übergabe auf Hochtouren.

 

Dabei werden die neuen Grundstücke abgesteckt, wobei an jedem Pfosten die Grundbuchstelle angebracht ist. Auch die Marksteine werden jetzt gesetzt. Rund 1200 Marksteine haben die Herlheimer Siebener in den nächsten Wochen an den Grenzen der neuen Grundstücke anzubringen. Auch 29 Kilometer alte und nun überflüssige Grünwege werden rekultiviert. Sie wurden in den letzten Wochen aufgerissen. Die zukünftigen Besitzer dieser Flächen lesen nun hier die Steine ab. Bei sehr schlechtem Zustand wird der Boden ausgetauscht. Falls erforderlich werden auch noch weitere zusätzliche Arbeiten durchgeführt. Mit einem entsprechenden Antrag sind solche Arbeiten zu melden, informierte der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Hilmar Volkamer, bei einer Teilnehmerversammlung.

Bei dieser Versammlung erläuterte Volkamer den rund 90 anwesenden Grundstückseigentümern auch, was beim anstehenden Besitzwechsel zu beachten ist und welche weiteren Verfahrensschritte nun folgen.

Die bisherigen 1400 landwirtschaftlich genutzten Grundstücke reduzieren sich durch die Zusammenlegung auf 320. Die durchschnittliche Größe betrug früher 0,66 Hektar, nun 3.0 Hektar, informierte Volkamer eingangs. Durch die Neuordnungsmaßnahme können zirka 170 Euro pro Hektar und Jahr an Kosten eingespart werden. Somit dürften sich für die Teilnehmer die aufzubringenden Kosten nach vier Jahren amortisiert haben.

Nur eine Zeitdauer von zwei Jahren benötigte das Verfahren vom Zeitpunkt der Wertermittlung bis zur Fertigstellung des Neuverteilungsentwurfs für das 1035 Hektar umfassenden Verfahrensgebiet, freute sich der Vorsitzende.

Vor der endgültigen Besitzübergabe erfolgt nochmals die Offenlegung der Wertermittlung, damit sich die Teilnehmer über die Einwertung ihrer neu zugeteilten Flächen informieren können, so Volkamer.

Auch auf die Fördervoraussetzungen bei langfristiger Verpachtung - zwingend hierfür ist ein Zeitraum von zehn Jahren - ging der Vorsitzende ein.

Bei der freiwilligen Teilnahme an der Aktion "Mehr Grün in der Ländlichen Entwicklung" erhalten die Grundstückseigentümer unter bestimmten Voraussetzungen eine 90 prozentige Förderung vom Amt für Ländliche Entwicklung, wenn sie Obstbäume, Laubbäumen oder sonstige Sträucher auf ihren Grundstücken pflanzen, war eine weitere Information. Auch auf die Möglichkeit von Bodenuntersuchungen im Zuge der Neuordnung, die ebenfalls gefördert werden, ging der Vorsitzende ein. Diese sollen im ausgehenden Winter durchgeführt werden, beschlossen die Teilnehmer.

Eine Karte in der die neuen Grundstücke dargestellt sind hängt im Informationspavillon am neu gestalteten Dorfplatz für die Beteiligten zur Einsichtnahme aus.

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