Stimmen und Klänge, die unter die Haut gehen

13.01.2015

Mainpost, 13.01.2015

 

STAMMHEIM
Stimmen und Klänge, die unter die Haut gehen

300 Chormusik-Fans erleben die begeisternde Premiere des Winterkonzerts in Stammheim

Als das „Hallelujah“ erklang, bekamen viele Zuhörer in der Stammheimer Kirche St. Bartholomäus Gänsehaut. Vierstimmig servierte das Gesangsquartett „Cantabile“ mit Sängern aus dem Schweinfurter Umland Leonhard Cohens bekannten Ohrwurm. Die einfühlsamen Gesänge von Renate Kleider (Sopran), Silvia Albert (Alt), Karlheinz Kleider (Tenor) und Herbert Bierlmeier (Bass) waren der Höhepunkt eines unvergesslichen Konzertabends in Stammheim.

Gerhard Scheller und seine Vorstandskollegen vom Stammheimer Gesangverein hatten sich wieder einmal etwas Besonderes einfallen lassen, um auf die Faszination des Chorgesangs hinzuweisen und die Menschen mit Musik zu beschenken.

Vier Gesangsgruppen und ein Instrumentalensemble mit Musikern aus den Landkreisen Schweinfurt, Kitzingen und Würzburg präsentierten ein breites Klangspektrum. „Wir wollten keinen Einheitsbrei sondern vielschichtige Musik“, nannte Scheller die Zielsetzung.

Der riesige Applaus nach den Vortragsblöcken untermauerte die Intention des Vorsitzenden. Bereits die Ouvertüre des Konzerts machte eines deutlich: die englische Sprache hat bei vielen Chören der Sängergruppe Schweinfurt-Land Einzug gehalten. Der Stammheimer Chor mit seinem Dirigenten Herbert Bierlmeier unterstrich mit Eric Claptons Hit „Tears In Heaven“, dass gemeinsames Singen Jung und Alt viel Spaß machen kann.

Rhythmische Gitarrenklänge begleiteten die Panflötengruppe „Cum-Pan“ aus Schweinfurt unter der Leitung von Klaus Götzelmann bei ihrer musikalischen Reise in das weite Bergland Süd- und Mittelamerikas. Sieben Panflöten sorgten mit lateinamerikanischen Evergreens wie „El condor pasa“ und „Besame mucho“ abermals für eine emotionsgeladene Atmosphäre.

Das Doppelquartett „Frankobarden“, in dem acht versierte Männerstimmen unter der Regie von Karlheinz Wolbert gekonnt eine gesangliche Einheit bilden, erinnerte mit festlichen Liedern an die zurückliegenden Weihnachtstage.

Den Gospels und Spirituals hat sich die Sängerschar der „Main Voices“ aus Heidenfeld rund um Chorleiterin Silvia Albert verschrieben. „The Lord of the Dance“ und „Rock My Soul“ lauteten zwei fetzige Titel, die das Publikum in der Stammheimer Kirche innerlich zum Mits(w)ingen animierten.

Nach fast zwei Stunden durfte das sichtlich zufriedene Auditorium selbst seine Freude über das gelungene Konzert zum Ausdruck bringen. Lautstark sangen alle den Kanon „Abendstille überall“.

Auf dem Platz vor dem Gotteshaus hatten Scheller und seine Helfer da bereits die Feuer entfacht. Die Gäste wurden dort nach dem Konzert mit „Stammheimer Bratwurst“, Zauberwaffeln und Winterapfel-Punsch kulinarisch verwöhnt. Der Erlös aus der erfolgreichen Konzertpremiere geht an die Pfarrei und an den Gesangverein. „Der Eingangsbereichs der Kirche muss dringend saniert werden und unser Chor braucht neue Noten“, nannte Scheller den Verwendungszweck.

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