Stimmungsvoller Liederabend

24.04.2007

Mainpost 24.4.2007

 

HERLHEIM (BP)

Stimmungsvoller Liederabend

Love, Love, Love“, mit diesem Song der Beatles begrüßte der Chor des Herlheimer Gesangvereins unter Leitung von Norbert Kraus die zahlreichen Gäste bei einer Serenade in der Herlindenhalle. Eine gesangliche Soloeinlage von Stefan Ullrich und Wolfgang Dürr mit Posaune rundeten die Gesangsdarbietung harmonisch ab.

Passend zum Motto „Liebesfreud und Liebesleid - gestern und heute“ wurden die zahlreichen Besucher auf diese Weise in den Abend eingeführt. Bei den folgenden Auftritten verstanden es die Chöre, passende Lieder aus den verschiedensten Epochen und Ländern, mal freudig und temperamentvoll, mal ruhig und nachdenklich oder auch sehnsuchtsvoll oder traurig, den Zuhörern nahe zu bringen, die dies mit begeistertem Beifall honorierten.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Rita Ebert, die gekonnt durchs Programm führte, fragte der Männerchor Frohsinn Zeilitzheim (Leitung Lorenz Makowski) in einem von Zigeunern überlieferten Lied „Warum bist du gekommen?“. Weiter versetzten die Sänger das Publikum mit der „Barcarole“, nach Venedig in die Zeit um 1800. Ebenfalls an Italien und ans Meer denken ließ der Männerchor Sängerlust Alitzheim (Evi Ullrich) unter anderem beim sehnsuchtsvollem „Addio“. Auch den Kolpingchor Zeilitzheim (Konrad Lutz) zog es beim italienisch gesungenen „Landsknecht-Ständchen“ und bei „Sailing“ in südliche Gefilde und ans Wasser.

Nach Frankreich („Plaisir d amour) und Slowenien (Freude am Leben) entführte der vielstimmige Chor des Gesangvereins Kleinlangheim (Gudrun Kämereit). Die kräftigen Männerstimmen des Männergesangvereins Großlangheim (Winfried Worschech) versetzten das Publikum bei “Kad si bila mala mare„ nach Dalmatien, bei “Dany Boy„ nach Irland sowie weiter in den Tessin.

Ein besonderes musikalisches Schmankerl boten Norbert Kraus, Stefan Ullrich und Wolfgang Dürr, der “Grettschter Dreigesang, mit ihren fränkischen Liedern.

Eine musikalische Zeitreise erlebten die Zuhörer mit dem gastgebende Herlheimer Gesangverein. Der Ursprung der Texte von „Totus floreo“ liegt in einem Kloster um 1300, und die von „All mein Gedanken die ich hab“ stammen aus einem Liederbuch um 1450. Nach Irland ins 19. Jahrhundert entführte „Sallys Garden“, und immer noch aktuell ist der Beatles-Song „Yesterday“.

Aufgelockert wurden die Liedbeiträge durch zwei Instrumentalstücke eines kleinen Ensembles. Katrin Kleinhenz und Norbert Kraus brachten mit Querflöte und Keyboard die beiden höfischen Tänze „Gavotte“ von Georg Friedrich Händel und „cossaise“ von Franz Schubert zu Gehör.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten Bürgermeister Horst Herbert und Sofie Schuchbauer vom Fränkischen Sängerbund ihre Freude über die kulturelle Veranstaltung und das Interesse der zahlreichen Chöre und Besucher zum Ausdruck gebracht.

Hannelore Krauß erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft im Gesangverein Herlheim, darunter viele Jahre als aktive Sängerin, von der Vorsitzenden Rita Ebert eine Urkunde überreicht.

Das gemeinsame Lied “Wenn ich ein Vöglein wär„ beendete einen stimmungsvollen Liederabend.

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