Swing@sax-BigBand begeisterte die Zuhörer

06.12.2019

Mainpost, 06.12.2019

Unterspiesheim

Swing@sax-BigBand begeisterte die Zuhörer

Schon zum fünften Mal war die Swing@sax-BigBand zur Weihnachtszeit zu Gast in der Sankt-Sebastian-Kirche in Unterspiesheim. Und immer wieder gelingt es den etwa 30 Musikanten, das Publikum mit Melodien rund um die Weihnachtszeit zu begeistern. "Ich freue mich schon immer auf dieses Konzert, es ist schon eine Freundschaft zwischen den Musikanten und der Pfarrei entstanden", so Pfarrer Amrehn in seinen Dankesworten.

Und auch in diesem Jahr hatten die Musikanten, die bei ZF Sachs und ZF Services in Schweinfurt beschäftigt sind, wieder ein Programm mit weihnachtlichen Melodien und Stücken vorbereitet, das Abwechslung bot zwischen ruhigen, getragenen Stücken und Melodien, in denen die Blechbläser ihre Instrumente machtvoll zur Geltung brachten. Für adventliche Stimmung sorgte auch der in dunkelrotes Licht getauchte Altarraum, in dem die Musikanten Platz genommen hatten.

Durch das Programm führte Andrea Seifert. Sie verstand es, Mitteilungen darüber, was ihr die Musikstücke bedeuten, mit Informationen zu den dargebotenen Liedern und Melodien zu verknüpfen.

Von der Vielfalt der Variationen

Mit dem Stück Feliz Navidad begann der musikalische Reigen der weihnachtlichen Melodien. Beeindruckend war der Wechsel zwischen den einzelnen Registern, die Vielfalt der Variationen rund um das Hauptthema und die dynamische Steigerung zum Ende des Stückes.

Das Stück O Come All Ye Faithful, die amerikanische wechselvolle Version des bekannten Liedes Adeste Fideles, zog die Zuhörer in den Bann bis hin zu dem machtvoll von den Posaunen intonierten Refrain "O come, let us adore Him, Christ the Lord" (bei uns eher bekannt in der lateinischen Version: "venite adoremus, venite adoremus, venite adoremus Dominum", lasst uns anbeten den Herrn).

Dazwischen stellte Andrea Seifert die Musikantinnen und Musikanten vor. Und allen wohl aus dem Herzen gesprochen war das "Let it snow", denn wohl jeder wünscht sich eine weiße Weihnacht in der romantischen Nähe eines Menschen, den man liebt. Hier zeigte sich Andrea Seifert auch als talentierte Sängerin – nicht zum einzigen Mal.

Ob es denn in Zeiten, in denen man auf gesunde Ernährung achtet, überhaupt noch erlaubt sei, ein Lied wie Candy zu singen, das war die eher rhetorische Frage ans Publikum. Und klar: Dieses Stück wurde gespielt – und gesungen von Ingrid Hoffelner, der zweiten Sängerin im Programm, die das Publikum ebenfalls begeisterte.

Nicht fehlen durfte natürlich "Rudolph, the red nosed reindeer" - die Geschichte vom Rentier mit der roten Nase, das niemand gern hatte, aber als der Nikolaus es bat, seinen Schlitten zu ziehen, war es "überall beliebt, weil es nur einen Rudolf mit ´ner roten Nase gibt". "O Christmas tree" bot eine bunte Reihe von Variationen. Das Programm endete mit dem Stück White Christmas ("Ich träume von einer weißen Weihnacht . . . ").

Neu für die Swing@sax-BigBand war, dass man ausprobierte, das Lied Alle Jahre wieder gemeinsam zu singen. Und auf Anhieb sangen alle mit.

Die Musikanten wurden mit reichlich Beifall belohnt. Den hatten sie umso mehr verdient, weil sie ohne Dirigenten spielen mussten, der kurzfristig verhindert war. Pfarrer Thomas Amrehn bedankte sich bei den Musikanten. Er informierte, dass das Geld, das in der Kirche gesammelt wurde, für die Musikanten bestimmt ist – sie verlangten ja kein Entgelt für ihren Auftritt.

Das Geld, das beim Glühwein- und Tee-Verkauf vor der Kirche gesammelt wurde, ist für den Aufbau der Schreinerei in der Pfarrei Nkile (Tansania) bestimmt. Pfarrer Silverius kann damit Jugendlichen in seiner Pfarrei eine Perspektive bieten. Er wird im nächsten Jahr wieder die Urlaubsvertretung im August übernehmen.

"Facettenreiches Konzert"

Der Seelsorger bedankte sich bei der Band für "ein facettenreiches Konzert rund um weihnachtliche Melodien mit gutem Niveau."  Die Musikanten versprachen, im nächsten Jahr wieder nach Unterspiesheim zu kommen.

Bei Glühwein stand man noch einige Zeit in angeregtem Gespräch beieinander  - nicht ohne den Klingelbeutel, mit dem Pfarrer Amrehn von Gruppe zu Gruppe ging, um Spenden für das Schreinerei-Projekt in Afrika zu sammeln. Wie der Seelsorger mitteilte, kamen 450 Euro zusammen, die an die Pfarrei Nkile gehen. Der Dank des Seelsorgers galt auch den Bäckerinnen der süßen Beigaben und den Spendern des Glühweins.

 

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