Traditionelle und ungewöhnliche Klänge

19.12.2018

Mainpost 19.12.2018

Herlheim

Traditionelle und ungewöhnliche Klänge

Einige besinnliche Stunden, in denen sie in der hektischen vorweihnachtlichen Zeit befreit durchatmen konnten, erlebten die zahlreichen Besucher des Weihnachtskonzerts in der Pfarrkirche Sankt Jakobus. Herlheimer und Gäste aus umliegenden Orten waren der Einladung der Herlheimer Musikanten, des Gesangvereins und des Pfarrgemeinderats gefolgt und wurden mit einem abwechslungsreichen Programm durch verschiedene Musiker- und Sängergruppen belohnt. Hierfür ernteten die Akteure begeisterten Applaus.

Mit "We wish you a merry christmas" eröffneten die Musikanten unter Leitung von Erwin Pfister das Konzert, ehe Gemeindereferent André Christof die Anwesenden begrüßte. Gleich darauf begeisterte die Veeh-Harfengruppe "Zauberklang" mit Karin Götz, Ingrid Mannl, Helene Rappert, Gertrud Wiesmann und Irmgard Bumm die Gäste mit den ruhigen und sanften Klängen ihrer Instrumente bei "Es dämmert schon" und "Es ist Advent". Dem folgten später "Ein Wintertraum" und "Es weihnachtet sehr".

Mit unterschiedlichen, mal temperamentvollen und dann auch wieder gedämpfteren Musikstücken erfreuten die Musikanten im Verlauf des Konzerts die Zuhörer. Die ruhigen Klänge von "El Condor Pasa" führte das Publikum nach Peru in Südamerika. Bei "Nessaja" begaben sich die Musiker ins Fantasieland des kleinen Drachen Tabaluga. "In der Weihnachtsbäckerei" nach Rolf Zuchowski sprach ebenfalls die Kinder an, die der Aufforderung des Dirigenten Erwin Pfister, nach vorne zu kommen, folgten. Hier begleiteten sie die Melodie begeistert mit ihrem Klatschen. "Küss mich, halt mich, lieb mich" entführte ins Land der Märchenfilme.

Die Nachwuchsmusikerinnen Emilia Johanni, Finja Ludwig und Ayana Ludwig überzeugten das Publikum bei zwei Auftritten auf ihren Querflöten ebenfalls von ihrem Können. Die bekannten Weisen "Oh du Fröhliche", "Tochter Zion", "Süßer die Glocken nie klingen" und "Fröhliche Weihnacht" waren ihre Beiträge.

Gesang ging unter die Haut

Zwischen all diesen Instrumentalstücken gab es auch Abwechslung durch Singstimmen. Mit dem "Kalenderlied" erinnerten die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins unter Leitung von Norbert Kraus daran, dass das Jahr zu Ende geht und Weihnachten bevorsteht. Sehr ruhig und melodisch erklang "Advent so gnadenreich". Beim zweiten Auftritt brachte der Chor den Zuhörern das unter die Haut gehende "Maria durch ein Dornwald ging" zu Gehör. Das Gegenstück war dann das lebhafte afroamerikanische Spiritual "Go, tell it on the montain". Hier erklang die erste Strophe in englischer Sprache, die beiden anderen in einer deutschen Fassung.

Die modernen und humorvollen Beiträge der Gruppe "Browns & Friends" mit Hannes Braun (Keyboard und Gesang), Sven Krauß (Gitarre), Nick Gebauer (Geige) sowie Ruth Braun, Stephi Hess und Linn Gebauer (alle Gesang) setzten Kontraste zu den ansonsten meist konventionellen Melodien. So waren die stimmungsvollen aber ungewöhnlichen Versionen von "Ich steh an meiner Krippe hier" und "Oh happy days" für die Ohren der Zuhörer etwas gewöhnungsbedürftig. "Merry Christmas Allerseits" von Udo Jürgens schließlich, war ein Mix der englischen und deutschen Sprache, in der die Hektik der Weihnachtszeit beschrieben wird. Letztendlich brennt die Weihnachtsgans im Ofen und die Feuerwehr rückt an. "Christmas is now im Eimer", lautete das Resümee.

Gemeinsames Abschlusslied

Durch besinnliche Texte und Gedichte wurde der meist musikalische Ablauf des Spätnachmittags abgerundet. Ella Ludwig erzählte von dem einzigen Engel der reden kann, Katharina Graf ging in Mundart auf die eigentlich "stille Zeit" ein und auch Kati Braun beschäftigte sich mit Wünschen vor Weihnachten. Ehe mit Begleitung der Musikanten das gemeinsame Abschlusslied "Im Advent" erklang, bedankte sich Pfarrer Andreas Engert bei allen Mitwirkenden und lud zum gemütlichen Beisammensein mit Bewirtung ins Seitenschiff ein. Vorher kamen die Musikanten allerdings nicht ohne eine Zugabe, "Felize Navidad", davon.

 

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