Traumpaar gibt seine Vermählung bekannt

21.04.2007

Mainpost 21.4.2007

 

LINDACH

Traumpaar gibt seine Vermählung bekannt

 

„Die Zeit des Leidens ist vorbei, jetzt ist die Zeit des Genießens gekommen.“ Mit diesen Worten sprach Bürgermeister Horst Herbert bei der Eröffnung der unterfränkischen Spargelsaison in Lindach wohl vielen Freunden des königlichen Gemüses aus dem Herzen. Zugleich wurde der Startschuss zum Projekt „espargo - fränkische Wege vom Spargel zum Wein“ gegeben.

„Die Eröffnung der Spargelsaison ist sicher eine der angenehmsten Aufgaben eines unterfränkischen Regierungspräsidenten“, meinte Paul Beinhofer schmunzelnd in seiner Rede, bevor es hinaus auf das Feld ging, und er, assistiert von der Fränkischen Spargelkönigin Kathrin Kupfer und kritisch beäugt von der übrigen Politprominenz, einen der ersten Stängel des fränkischen Edelgemüses für dieses Jahr aus dem Lindacher Boden holte.

„Der Anbau in der Region ist dabei sehr wichtig, denn er gewährleistet Frische durch schnelle Wege zum Kunden“, so Beinhofer. Und Spargelkönigin Kathrin pflichtete ihm bei: „Was kann es Schöneres geben als Spargel, morgens gestochen und mittags frisch auf den Tisch.“

„Die Eröffnung findet im richtigen Landkreis statt und am richtigen Ort“, befand der Schweinfurter Landrat Harald Leitherer. Schließlich sei der Spargelanbau ein erheblicher wirtschaftlicher Faktor im südlichen Landkreis. Genau wie der Wein. Und deshalb wurde zeitgleich der Startschuss gegeben für das mit Mitteln aus „Leader plus“ geförderte Projekt „espargo – fränkische Wege vom Spargel zum Wein“. „Das ist die offizielle Vermählung des fränkischen Traumpaares Spargel und Wein“, verkündete Lindachs Weinprinzessin Sabine Wiederer.

Anschließend stellte Bürgermeister Horst Herbert – seine Gemeinde Kolitzheim ist Projektträger – das Konzept des in Bayern bislang einmaligen „espargo“-Projektes vor. 60 Betriebe aus den elf LAG-Mitgliedsgemeinden Dingolshausen, Donnersdorf, Markt Eisenheim, Frankenwinheim, Gerolzhofen, Kolitzheim, Lülsfeld, Michelau, Oberschwarzach, Sulzfeld und Wipfeld haben sich dafür zusammengefunden. „Ich muss zugeben, es war kein einfacher Weg bis hierher“, gestand Herbert: „Denn dort, wo viele Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen, sind immer zahlreiche Diskussionen und Sitzungen notwendig, um eine gemeinsame Lösung zu finden.“

Die Idee für „espargo“ wurde bereits Mitte 2005 geboren. Jetzt konnte das Projekt, auch dank des unermüdlichen Einsatzes von Regionalmanagerin Andrea Gutzeit, realisiert werden. „Espargo“, so erläuterte Herbert, „steht für ein Netzwerk aus Spargelbauern, Gastronomen und Winzern, die eine Vision verfolgen: Sie alle wollen gemeinsam unsere Region, unsere Heimat als attraktive Destination für Genießer stärken und auf diese Weise auch eine regionale Identität schaffen.“

„Spargelkaraoke“

Welche Aktionen das Jahr über im Rahmen von „espargo“ geboten werden, ist in einem Faltblatt nachzulesen. Das Angebot reicht von Führungen und Betriebsbesichtigungen über Degustationsmenüs, Wein- und Spargelfeste, Kochkurse bis hin zu „Spargelkaraoke“. Getreu dem Motto: „Sehen, riechen und schmecken – ein Erlebnis für alle Sinne.“

Die Genüsse, die König Spargel an seiner Tafel bereit hält, durften anschließend am Genießerbuffet verkostet werden. Spargel klassisch mit Schinken gerollt, als Salat oder Suppe wurden dort ebenso serviert wie Spargel-Flammkuchen, Fränkisches Spargel-Sushi, Spargel-Lasagne oder Bärlauchpfannkuchen mit Spargel und Kräutersoße. Wem dann noch nach einem süßen Dessert gelüstete, der konnte sich eine Spargelpraline auf der Zunge zergehen lassen.

Weinprinzessin Sabine Wiederer verriet indes, welcher Wein besonders gut zu welchem Gericht passt. Verlangt der milde weiße Spargel eher nach einem Silvaner als Tischgenossen, gilt für die Kombination Spargel und Schinken: „Je würziger der Schinken, desto würziger auch der Wein.“ Ein nicht zu trockener Riesling sei zu empfehlen. Riesling und Grauer Burgunder sind vorzügliche Wegbegleiter für den grünen Bruder des Bleichspargels. Auch Regierungspräsident Paul Beinhofer war schließlich voll des Lobes für „espargo“: „Solche Aktionen sind goldrichtig.“

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