TSV Gernach hat neue Vorstandsstruktur

05.07.2018

Mainpost 04.07.2018

GERNACH

TSV Gernach hat neue Vorstandsstruktur

 

Erfolgreich verlief die außerordentliche Jahreshauptversammlung des TSV: Nachdem in der regulären Jahreshauptversammlung nach dem Rücktritt von Ralf Schreckenbach kein Nachfolger gefunden wurde, ebenso wenig in der ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung, stellte der Vorstand Überlegungen an, wie man die Zukunft des TSV Gernach sichern könne.

Die Überlegungen dazu wurden in einer weiteren Mitgliederversammlung vorgestellt. Wegen eines Formfehlers in der Einladung konnten jedoch zu der vorgeschlagenen Satzungsänderung keine Beschlüsse gefasst werden. Aber die anwesenden Mitglieder äußerten sich sehr positiv zu den geplanten Satzungsänderungen.

Die dritte Mitgliederversammlung war erfolgreich: Die nötigen Satzungsänderungen wurden einstimmig beschlossen, sodass der neuen Struktur des Vorstands nichts mehr im Wege stand. Die Überlegungen gingen dahin, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. So fanden sich auch genügend Kandidaten, um einen arbeitsfähigen Vorstands zu bilden.

Genau genommen ist der bisherige Vorstand im Amt. Felix Eberlein stellte sich zur Wahl als weiteres Mitglied im Vorstand, auf seinen Vorschlag hin kandidierte Michael Müller als stellvertretender Jugendleiter.

Drei gleichberechtigte Vorsitzende

Aber der Reihe nach: Die stellvertretende Vorsitzende des TSV, MaryAnn Fuchsberger hatte die Mitglieder begrüßt, und dann das Wort an Kassier Alfred Glos übergeben, der die Punkte der Tagesordnung aufrief und die Sitzung leitete. Die entscheidende Passage in der Satzung, die einstimmig gebilligt wurde lautet: „Der Vorstand im Sinne des Vereinsrechts sind drei gleichberechtigte Vorsitzende, der Schriftführer, der Kassier und der Jugendleiter. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter mindestens einem der Vorsitzenden vertreten.“ Eine weitere Satzungsänderung bezog sich auf die Modalitäten der Einladung zur Jahreshauptversammlung. Die Satzung wurde entsprechend der aktuellen Handhabung der Einladung aktualisiert.

Zur Wahl des Vorstands übernahm der Wahlausschuss, bestehend aus Reinhard Heck, Dieter Dietz und Winfried Werner die Sitzungsleitung. Die Wahl des Vorstands und der Funktionsträger erfolgte in allen Fällen einstimmig – ein wohl einmaliges Ereignis in der Vereinsgeschichte, wie Thomas Treutlein anmerkte.

Zu gleichberechtigten Vorsitzenden wurden MaryAnn Fuchsberger, Stefan Claassen und Felix Eberlein gewählt. Schriftführerin bleibt Bettina Geier, sie wird vertreten von Nicole Back. Die Kasse verwaltet weiter Alfred Glos, ihn vertritt Elke Weilhöfer. Jugendleiter ist wie bisher Georg Berchtold, neu als sein Vertreter wurde Michael Müller gewählt. Im Amt bestätigt als Kassenprüfer wurden Bruno Back und Winfried Werner.

Sonntags geschlossen

Einige Diskussionen gab es um den Antrag von Thomas Eberlein, das Sportheim an den Sonntagen nicht mehr zu öffnen. Seine Begründung für diesen Antrag: Es kämen in der Regel weniger als zehn Leute, und man müsse bei dieser geringen Personenzahl auch an Kosten und Nutzen denken. Außerdem sei es immer schwerer, Personen zu finden, die den Dienst übernehmen.

Gegen die Sonntagsschließung wurde vorgebracht, dass man dann den Stammgästen eine Möglichkeit, sich zu treffen, nehmen würde. Man einigte sich schließlich auf die Lösung, die Öffnungszeiten an Sonntagen auf die Zeit von 18 bis 21 Uhr zu verkürzen.

Den Vorschlag von Hedwig Treutlein-Scholl, dass sich aus dem Kreis der „Stammgäste“ am Sonntag jeweils jemand finden könne, der den Dienst übernimmt, nimmt der Vorstand mit als weitere Überlegung.

Kein Kinderturnen

Das Kinderturnen finde zur Zeit nicht mehr statt, beantwortete MaryAnn Fuchsberger die Frage von Dieter Dietz. Der Ausstieg der Trainerinnen und die Abwesenheit der Kinder trotz Anmeldung seien die Gründe dafür.

Die Worte von Hedwig Treutlein-Scholl – am Schluss der Versammlung an den Vorstand gerichtet – traf wohl die Gefühle aller anwesenden Mitglieder: „Danke, dass ihr den Verein am Leben erhaltet!“ Die Antwort von MaryAnn Fuchsberger: „Das war unser Bestreben.“

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