Turbulentes Jahr für die Winzer

18.09.2018

Mainpost 18.09.2018

 

STAMMHEIM

Turbulentes Jahr für die Winzer

Ursprünglich war das Weinlesefest, welches vom Verein „Fränkisches Weinkulturland“ (FWK) der Gemeinde Kolitzheim vom ersten Jahr seit seines Bestehens veranstaltet wird, für gewöhnlich der symbolträchtige Aufgalopp zur Weinlese und Anlass, sich gemeinsam auf die anstehende Ernte einzustimmen. „Heuer sind schon gut zwei Drittel gelesen“, bemerkte Silena Werner, Fränkische Weinkönigin 2016/2017 und FWK-Vorstandsmitglied, zum frühen Lesestart in diesem Jahr.

Insgesamt blickte sie im Rahmen der offiziellen Begrüßung auf ein „verrücktes und turbulentes Jahr für die Winzer mit vielen Herausforderungen“ zurück. Die Weinlese sei für sie aber eindeutig „die schönste Zeit im Jahr“.

Das Fest, dessen 21. Ausgabe vom FWK wieder in Kooperation mit der Stammheimer Winzerfamilie Franz und Beate Moller ausgerichtet wurde, erfreute sich größter Beliebtheit. So freute sich auch Bürgermeister Horst Herbert über einen mehr als vollbesetzten Festplatz bei herrlichstem Spätsommerwetter. Unisono wurde festgestellt, dass ein toller Weinjahrgang 2018 bevorstehe.

Hübsche Dekoration, stilvolles Ambiente und zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten: es war alles angerichtet für ein wunderbares Fest. Gastgeber Franz Moller war begeistert über so viele Besucher und dankte den vielen fleißigen Helfern, ohne die ein solches Fest nicht gelingen könne. Sehr stolz zeigte sich die stellvertretende Landrätin Christine Bender über den hiesigen Weinbau. Als etwas ganz besonderes im Landkreis bezeichnete sie das Weinlesefest der Gemeinde Kolitzheim, welche die größte Weinanbaugemeinde im Landkreis Schweinfurt ist. Das Weinlesefest sei eine Hommage an die Winzerschaft und auch sinnbildlich für die beispielhafte Dorfgemeinschaft, betonte sie.

Den geistlichen Teil des Festaktes übernahmen in ökumenischer Eintracht die evangelische Pfarrerin Victoria Fleck zusammen mit ihren katholischen Kollegen Pfarrer Damian Emeka Ikejiama und Gemeindereferent Andre Christof. Insbesondere dankten sie dem Schöpfer für die gute Ernte in diesem Jahr und segneten die Trauben auf der Fuhre. Stilvoll musikalisch umrahmt wurde die ganze Feierlichkeit von den „Stammheimer Musikanten“.

Schon beim Empfang im historischen Rathaus dankte Bürgermeister Horst Herbert dem FWK sowie der Winzerfamilie Moller für die Ausrichtung des Festes. Danach zogen die Ehrengäste und Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, angeführt von den Musikanten, den Weinprinzessinnen sowie dem Wagen mit der symbolischen Fuhre, Mühle und Kelter, zum Winzerbetrieb von Franz und Beate Moller, wo das Fest stattfand.

Nach den Grußworten und der Segnung waren die Ehrengäste gefordert, sie mahlten und pressten die Trauben unter Anleitung und Moderation von FWK-Vorstandsmitglied Julian Ziegler. Der frisch gepresste Saft erfreute vor allem die kleinen Gäste und war für alle kostenlos. Aus diesen Trauben der Sorte Müller-Thurgau entstehe auch der „Gemeindeschoppen“, welcher traditionell bei offiziellen Veranstaltungen der Gemeinde ausgeschenkt werde und bei besonderen Anlässen als Präsent diene, betonte Bürgermeister Herbert.

 

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