Unliebsame Zeitgenossen ließen Nistkästen mitgehen

09.01.2021

Mainpost 11.01.2021

Lindach

Unliebsame Zeitgenossen ließen Nistkästen mitgehen

Es gibt schon seltsame Zeitgenossen, die sich sogar an Nistkästen heimischer Singvögel vergreifen. Um die zehn Nistkästen, die genaue Zahl weiß man nicht genau, verschwanden zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar aus den Fluren Lindachs, wie Winzervereinsvorsitzender Hubert Dotzel bei einem Rundgang feststellen musste.

Dotzel geht von einem gezielten Diebstahl aus, weil die Nistkästen nicht in Greifhöhe an Bäume auf dem Lindacher Touristenpfad „Landerlebnisweg“ hingen. Bei der Anbringung benötige Dotzel eine mehrstufige Leiter. Einer solchen müssen sich auch die Diebe bedient haben, denn ohne Steighilfe käme man nicht so einfach an die Objekte.

Ärgerlich ist die Tat insofern, weil Peter Bock und Dotzel selbst viel Arbeit in die Herstellung gesteckt haben, als sie im letzten Frühjahr über 50 Nistkästen für Meisen und Co. anfertigten. Auch die Kinder und ihre Erzieherinnen des Lindacher Kindergartens waren daran beteiligt, indem sie die Kästen mit bunten Farben bemalten.

Dotzel hofft nun auf Hinweise möglicher Zeugen der Tat, denn er möchte mit den Personen gerne reden, um herauszufinden, warum sie die Nistkästen entwendet haben. Er hofft ferner, dass die Kästen nicht Vandalen zum Opfer gefallen sind, die sie zerstörten. Wenn sie wenigstens andernorts wieder aufgehängt werden, um den dort lebenden Vögeln als Unterschlupf zu dienen, wäre der Verlust noch zu verschmerzen, sagt Dotzel.

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