Unrat steigert Unmut

05.03.2007

Mainpost 5.3.2007

 

Unrat steigert Unmut

 

STAMMHEIM Stammheimer Bürger machen vor allem ihrem Ärger über die Situation um die Abfallcontainer in der Bürgerversammlung Luft.

Bürgermeister Horst Herbert informierte die Zuhörer im Musikerheim zunächst über die Aktivitäten der Gemeinde Kolitzheim im Jahr 2006 mit einer Bildpräsentation.

Seit einigen Jahren ist die Einwohnerzahl in der Großgemeinde rückläufig. Auch in Stammheim gibt es im Vergleich zum Vorjahr zwei Einwohner weniger. Derzeit leben 824 Einwohner im zweitgrößten Gemeindeteil der Großgemeinde. 2006 konnten für Stammheim sechs Geburten aber auch acht Sterbefälle registriert werden.

Im Winzerort hat sich die Gemeinde im vergangenen Jahr am Anbau des Feuerwehr-Gerätehauses beteiligt. Die Fertigstellung und Einweihung des Objektes ist für Juni geplant. Ebenfalls wurden, wie in allen anderen Gemeindeteilen, die Dorflampen in den Siedlungen gegen verbrauchsgünstigere Energiesparlampen ausgetauscht.

Für das laufende Jahr kündigte Herbert die Neugestaltung des Dorweihers und des Bereiches vor dem Rathaus in Stammheim an. Ebenfalls in Planung ist die Schaffung von Urnengräbern im Stammheimer Friedhof. Die Stein-Findlinge sind bereits angeliefert.

Abfallproblem – Kein Ende in Sicht

In der regen Diskussion hatte Sven Dietrich zwei Probleme vorzutragen. Zum einen fragte er an, ob im Bereich Erlachsbrunnen/Erlachsweg eine Zone 30 eingerichtet werden könnte, da sich in diesem Areal auch ein Kinderspielplatz befindet. Herbert verwies darauf, dass die so genannten „Raser“ häufig bei den Anwohnern dieser Straßen zu finden sind. Eine 30er-Zone ist seitens der Gemeinde nicht geplant und scheitert auch in der Regel an der finanziellen Beteiligung der Anwohner an den Umbaumaßnahmen.

Dietrichs zweite Frage drehte sich um die Abfall-Container am Erlachsbrunnen. Dort wird nach wie vor Hausmüll abgeladen, über die Straßen verteilt und bei den Anwohnern in die Einfahrten geworfen. Hier sollte die Gemeinde einen neuen Standplatz suchen bzw. die Verursacher härter verfolgen und bestrafen.

Gemeinderätin Monika Ziegler forderte die Anwohner auf, Zivilcourage zu zeigen und die betreffenden Personen bei der Polizei anzuzeigen. Ein neuer Standort für die Container ist im Augenblick seitens der Gemeinde nicht angedacht, Herbert zeigte sich jedoch offen für neue Vorschläge.

Dieter Weissenseel fragte an, ob die Gemeindestraße von Öttershausen Richtung Kolitzheim wieder für Laster bis 7,5 Tonnen freigegeben werden kann. Denn es ist für ihn nicht ersichtlich, dass die Landwirte mit ihren Zugmaschinen und Anhängern die bis zu 40 Tonnen wiegen über die Straße fahren dürfen, für Kleinlaster diese wichtige Verkehrsverbindung jedoch gesperrt ist. Herbert sicherte eine Überprüfung der Entscheidung zu.

Gerd Völk bat die Gemeinde Kolitzheim, ein Konzept auf den Weg zu bringen, dass die Jugendarbeit in den Sportvereinen bündelt, um den örtlichen Vereinen ein Überleben zu ermöglichen. Horst Herbert sieht hier die Probleme bei den Vereinsvorständen, die sich an einen Tisch zusammensetzen müssten um Lösungsmöglichkeiten herbeizuführen.

Horst Herbert sprach das Hundekotproblem im Bereich Kinderspielplatz am Erlachsweg an. Er verwies darauf, dass die Hundehalter verpflichtet sind den Kot ihres Hundes mitzunehmen. Sollte dies nicht geschehen, wird ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro fällig. Die Anzeige nimmt die Polizei entgegen.

Stefan Ebert monierte den desolaten Zustand des Gehweges und Teile der Fahrbahn in der Winzerstraße. Georg Wieland vom Bauhof berichtete, dass diesbezüglich bereits Verbindung mit dem Straßenbauamt des Landkreises Verbindung aufgenommen wurde.

Weitere überdachte Haltestelle?

Eine zusätzliche überdachte Bushaltestelle in der Nähe vom Pfarrhaus forderte Claudia Seißinger von der Gemeinde Kolitzheim, da hier allmorgendlich die meisten Schüler auf ihre Schulbusse warten. Herbert verwies darauf, dass in jeder Gemeinde nur ein überdachter Haltebereich installiert ist. In Stammheim ist dieser am Ortsende Richtung Schweinfurt.

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