Unterstützung aus Schwanfeld

11.05.2015

Mainpost, 11.05.2015

 

SCHWANFELD/STAMMHEIM
Unterstützung aus Schwanfeld

Einstimmiger Beschluss

Auch der Gemeinderat Schwanfeld erklärt sich mit der Aktion „Stammheim ist bunt“ solidarisch. Wie mehrfach berichtet will die Partei „Die Rechte“ am 24. Mai in Stammheim ihre Landesgeschäftsstelle eröffnen, und der Kolitzheimer Bürgermeister Horst Herbert hat bereits bei seinen Amtskollegen reihum um Solidarität gegen diese Geschäftsstelle gebeten und sie auch bekommen.

„Es gilt, mit friedlichen und rechtsstaatlichen Mitteln dieses Ansinnen zu unterbinden“, sagte Bürgermeister Richard Köth. Das Ansiedeln der neonazistischen Partei sei „nicht tolerabel“, so Köth. Er habe als Bürgermeister seinem Amtskollegen bereits Unterstützung zugesagt. Es wäre ein weiteres Zeichen der Solidarität, wenn auch die Räte diese bekunden würden.

Kurt Eichelbrönner wies unter anderem darauf hin, dass Karl-Heinz Hofmann, Gründer der verbotenen Wehrsportgruppe, den Gasthof, den die Partei beziehen will, bereits einmal renoviert habe. Außerdem habe die Partei „Die Rechte“ bereits die Adressen der Kolitzheimer Räte im Internet veröffentlicht, obwohl die Gemeinde diese Adressen von der Internetseite der Gemeinde gelöscht hatte.

„Wir haben auch alle Adressen von unserer Internetseite genommen“, sagte Köth und bat die Räte um einen Beschluss, die Gemeinde Kolitzheim zu unterstützen. Alle hoben die Hand. An die Bürger appellierte Köth, sich mit Stammheim solidarisch zu zeigen und sich aktiv, friedlich, mit Mitteln des Rechtsstaates am Protest zu beteiligen.

Guido Chuleck

 

es

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