Viel Neues auf dem Acker

31.08.2006

Mainpost 31.8.2006

 

Viel Neues auf dem Acker

 

würzburg (däsi) Schon 2005 konnte der Traktorenhersteller Fendt nach einer mehrjährigen Durststrecke Absatz und Umsatz steigern. Auch 2006 verspricht ein erfolgreiches Jahr zu werden, wie Hermann Merschroth, Vizepräsident von Fendt und Sprecher der Geschäftsführung, am Mittwoch in Würzburg bekannt gab.

Die traditionsreiche Traktorenmarke aus dem Allgäu gehört seit zehn Jahren zum AGCO-Konzern, einem der weltweit führenden Unternehmen bei Produktion und Vertrieb landwirtschaftlicher Maschinen. Erst nach der Agritechnica 2005 war eine deutliche Belebung des Marktes zu verzeichnen, in deren Folge die AGCO GmbH (Stammsitz in Marktoberdorf) mit der Marke Fendt den Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 7,1 Prozent auf 815 Millionen Euro erhöhen konnte. 11 390 Traktoren wurden abgesetzt. Für 2006 rechnet man mit dem Verkauf von über 12 000 und einem Umsatz von 900 Millionen Euro.

Ein anspruchsvolles Ziel: Denn Fendt, dessen wichtigster und größter Markt Deutschland bleibt, erwartet zwar einen fünf- bis zehnprozentigen Anstieg bei den Traktoren-Neuzulassungen, muss aber Exportmärkte mit in die Kalkulation einbeziehen. Zentraleuropa und die GUS-Staaten gelten als Regionen mit Zukunft, dagegen bereiten Fendt die Märkte in den südlichen Regionen Schwierigkeiten, in Frankreich, Spanien und Italien sinken die Verkaufszahlen. Insgesamt hofft Fendt auf eine stabile Exportquote (2005: 63 Prozent) und leicht steigende Absatzzahlen. Fendt gilt in der Branche als Trendsetter und das soll laut Merschroth so bleiben. Für Forschung und Entwicklung wurden 2005 28 Millionen Euro ausgegeben, im laufenden Jahr steigt das Budget auf knapp 30 Millionen Euro. Wie konsequent das Unternehmen auf innovative Technologien setzt, zeigte "die größte Präsentation dieser Art" im Hofgut Wadenbrunn bei Kolitzheim (Lkr. Schweinfurt): eine unfangreiche Neuheiten-Schau mit 21 Hightech-Modellen aus fünf Baureihen. Was zunächst nur der Fachpresse vorgestellt wurde, steht am heutigen Donnerstag beim Feldtag von Fendt und Saaten-Union auch Landwirten und Lohnunternehmern, Vertriebspartnern und Beratern offen. Erwartet werden mehrere Zehntausend Besucher.
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