Von Budapest bis in den schönen Steigerwald

10.07.2006

Mainpost 10.7.2006

 

Von Budapest bis in den schönen Steigerwald

 

ZEILITZHEIM (BP) "Musik verbindet die Welt" lautete das Motto beim Sommerkonzert, das der Chor der Kolpingfamilie im katholischen Pfarrzentrum veranstaltete. Somit habe Fußball und Singen viel gemeinsam, meinte Maria Karbacher vom Vorstandsteam bei der Begrüßung.

Maria Karbacher und ihre Kollegin Anette Krines führten gemeinsam durch die Veranstaltung und stellten die mitwirkenden Chöre, ihre Lieder und Chorleiter vor. Uwe Scheuering war für die Technik zuständig. Durchweg erhielten die Akteure für ihre Beiträge, die sich als erstaunlich vielfältig und aus verschiedenen Weltteilen stammend erwiesen, begeisterten Beifall der Zuhörer.

Mit drei Spirituals - "Poor man Lazrus", "When Israel was in Egyptsland" und "Good news" - versetzte der gastgebende Kolpingchor mit ihrem Chorleiter Konrad Lutz am Klavier zu Beginn die Zuhörer in die Südstaaten der USA.

Gleich drei Chöre leitete Irene Krätzig vom Männergesangverein Astheim. Mit "Jetzt kommen die lustigen Tage" ließ der Männerchor einen Text aus dem Sudetenland erklingen. Der Frauenchor sehnte sich bei "Südliche Sommernacht" nach dem warmen Süden und gemeinsam ließen die Chöre das Publikum bei "Die Juliska aus Budapest" aus der Operette "Maske in Blau" an Ungarn denken.

Mit "Sallys Garden", einer Volksweise aus Irland, "Kad si bila mala Mare" (Dalmatien) und "Sing a Song" entführte der Gesangverein Herlheim mit Chorleiter Norbert Kraus die Zuhörer ebenfalls in ferne Länder. Marco Wolf und Katrin Kleinhenz begleiteten den Chor mit Gitarre beziehungsweise Klavier und Querflöte.

Mit den kirchlichen Liedern "Freunde, dass der Mandelzweig" und "Bleib bei mir Herr! Der Abend bricht herein" beendeten der kleine Evangelische Kirchenchor Zeilitzheim unter Leitung von Dietmar Hausstein und Sophia Lederer am Klavier den ersten Programmteil.

Den Auftakt zum zweiten Abschnitt des Abends machte der Männerchor Frohsinn Zeilitzheim unter seinem Dirigenten Lorenz Makowski mit "Warum bist du gekommen", einem von Zigeunern überlieferten Lied. "O, Steigerwald, wie bist du schön" führte dann in die Heimat zurück, ehe "The Lions sleep tonight" an einen populären Song aus den 80er Jahren erinnerte. Der letzten Beitrag "Ciao, Ciao, Ciao" entführte das Publikum nach Italien. Zurück nach Deutschland brachte die Singgemeinschaft Unterspiesheim-Gernach-Oberspiesheim die Zuhörer mit alten deutschen Volksweisen. Unter Leitung von Ute Höfner waren "Wenn alle Brünnlein fließen", "Lass doch der Jugend ihren Lauf" und "Es wohnte eine Müllerin" zu hören, die die Sänger und Sängerinnen ausschließlich ohne Notenblätter vortrugen.

Mit "Sing mit mir" und "We have a dream", mit einem wunderschönen Text, wie Chorleiterin Ute Weiß-Heilmann betonte, beendete der Männerchor Obervolkach mit Irmi Dotzel am Klavier das angekündigte Programm.

Zum Vergnügen des Publikums verabschiedete sich der gastgebende Kolpingchor gesten- und mimikreich musikalisch mit der Frage "Wo ist die Speisekarte?" und träumten dabei von herrlichen Gaumenfreuden.

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