Von der kecken Sau und Ü und Ä

16.11.2006

Mainpost 16.11.2006

 

Von der kecken Sau und Ü und Ä

 

Lindach (KA) Am Wochenende stand das Obstbaudorf Lindach ganz im Zeichen der Martini-Kirchweih.

Die gottesdienstliche Handlung wurde von Ortspfarrer Wendelin Lieb ebenso auf das örtliche Ereignis ausgerichtet wie das profane Geschehen auf dem Dorfplatz, wo die Kirchweihprediger Andreas Endres und Martin Hellert das Sagen hatten. Sie trugen den Zuhörern Amüsantes und Pikantes, das sich übers Jahr im Dorf zugetragen hatte, in wohl gesetzten Reimen vor.

Da war von einem Maibaum die Rede, der von liebenswürdigen Zeitgenossen aus dem Nachbarort Hirschfeld schon vor dem Aufstellen kurz und klein gemacht wurde. Die Lindacher Baumwächter waren von ihren auswärtigen Kumpels bei einer vorher stattfindenden Fete mittels Alkohol außer Gefecht gesetzt worden.

Eine weitere Anekdote behandelte das Missgeschick zweier Brüder, die an einem Tag ihre Autos zu Schrott fuhren. Das Unglück nahm beim Ausparken im eigenen Anwesen seinen Lauf: Ein Bruder fuhr rückwärts und beschädigte das Auto des anderen. Der merkte aber nichts von dem Schaden und fuhr mit seinem Wagen weg. Unterwegs kam es zu einer weiteren Karambolage: Jetzt rammte er ein Straßenwärterfahrzeug und war manövrierunfähig.

Reim aufs Wasser

Auch über die schon sprichwörtliche Wasserknappheit im Winzerdorf wurden Reime gemacht. So gab es am Gemeindebrunnen beim Wasserholen Streit.

Von einer Wildschweinjagd in einem Rapsfeld wurde ebenfalls berichtet: "Doch die Sau, die war keck, und machte sich trotz der vielen Jäger ganz heimlich weg!"

Ein Lindacher Wirt bekam sein Fett weg, weil er dem Schafkopfspiel zu arg frönt und seine Gäste alle auf einmal bedient. Sogar Werbung wurde gemacht für die neu gegründete Logopädie-Praxis: "Hast du Probleme mit ü oder ä, gehst du zur Tanja Dägele".

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die örtliche Blaskapelle des Kulturvereins unter der Leitung von Walter Strauß.

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