Vorschulkinder sammelten Kräuter

19.08.2017

 

Mainpost 19.08.2017

UNTERSPIESHEIM
Vorschulkinder sammelten Kräuter


Die Vorschüler der Kindertagesstätte St. Sebastian waren eingeladen, Kräuter für den Kräuterstrauß zu sammeln.
Sie wurden dabei unterstützt von ihren Eltern und interessierten Frauen, die behilflich waren, die „richtigen“ Kräuter zu finden. Auch Pfarrer Deo Gratias, der die Urlaubsvertretung in der Pfarrei übernommen hat, begleitete die Gruppe auf ihrem Weg in die Felder zur Kräutersuche. Sträuße binden Mit Unterstützung ihrer Eltern sammelten die Kinder mit Freude und Eifer die verschiedenen Kräuter und legten sie in die mitgebrachten Handwägen.
Die Kinder brachten dann ihre Kräuter in den Kindergarten. Dort wurden sie mit Freude erwartet, denn es waren viele Kräuter nötig, um die erwünschte Zahl von Kräutersträußen zu binden.
Einige Frauen vom Frauenbund und Seniorenforum hatten auch schon Kräuter zum Binden mitgebracht. Diese Kräutersträuße wurden dann im Gottesdienst an Maria Himmelfahrt gesegnet und wer wollte, konnte einen Strauß mit nach Hause nehmen. Gesegnet wurden auch die Kräuterbüschel, wie die Kräutersträuße auch heißen, die die Gläubigen selbst mitgebracht hatten.

Durch die Kräutersträuße will die Kirche die Menschen erinnern, dass die Schöpfung und die Kräuter, die Heilung bringen, Gottes Werk sind. Dafür sollen die Menschen dankbar sein, und achtsam damit umgehen.
Eine Fülle von Heilkräutern gehören zum Kräuterbusch, so etwa Baldrian, Frauenmantel, Kamille, Schafgarbe, Beifuß, Labkraut. Beifuß, so informierten die sachkundigen Frauen, wurde verwandt, um Kinder, aber auch Sterbende darauf zu betten, die Pflanze würzt aber auch den Gänsebraten. Schafgarbe wirkt lindernd bei Frauenleiden und hilft bei Darmproblemen.
Je nach Region sind unterschiedlich viele Kräuter in den Kräutersträußen zu finden, jedoch hat die Anzahl der Kräuter jeweils eine symbolische Bedeutung: die Zahl sieben steht für die sieben Tage der Schöpfung, die Zahl neun erinnert an die Dreifaltigkeit (3 x 3), 12 steht für die Apostel und die Stämme Israels. Der Brauch der Kräuterweihe geht auf die Legende zurück, dass den Aposteln am dritten Tag nach dem Begräbnis Mariens, als sie ihr Grab besuchten, eine Wolke köstlichen Wohlgeruchs entgegenschlug: Sie fanden in dem Grab nur Rosen und Lilien, um die Grabstätte herum fanden sie die Heilkräuter, die die Mutter Gottes zu Lebzeiten liebte.
Der Marienaltar in der Kirche St. Sebastian zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel.

 

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