Vorstandschaft im Amt bestätigt

12.03.2019

Mainpost 12.03.2019

Gernach

Vorstandschaft im Amt bestätigt

Neuwahlen der Vorstandschaft, der Bericht des alten und im Amt bestätigten Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft Gernach, Bernhard Berchtold und der Bericht der beiden Jagdpächter, Sigmund Stadler und Hubert Hofmann waren die zentralen Punkte der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Gernach. Bernhard Berchtold berichtete, dass die Bankette am Hirschfelder Weg, die im Jahr 2017 nicht hergerichtet worden waren, im Jahr 2018 ausgebessert wurden. Dadurch seien der Jagdgenossenschaft im Jahr 2018 erhebliche Mehrkosten entstanden. Sein Dank galt der Gemeinde für die großzügige Mitübernahme der Mehrkosten. Geplant gewesen sei auch die Instandsetzung des Weges am Stänglein und am Galgenholz. Da der Kostenvoranschlag für den ganzen Weg den Kostenrahmen erheblich überschritten hätte, habe er in Absprache mit seinem Vertreter Bruno Back die Instandsetzung nur für einen Teilabschnitt in Auftrag gegeben.

Die Anschaffung der Walze vor nunmehr 11 Jahren sei eine gute Entscheidung gewesen: Deren Anschaffungskosten haben sich inzwischen amortisiert, konnte Bernhard Berchtold berichten. Der Hochentaster, der inzwischen auch 15 Jahre alt ist, habe einen neuen Vergaser gebraucht. Künftig werde man darauf achten, dass er nur mit dem Benzin gefüllt wird, das die Jagdgenossenschaft bereitstellt. Die Renovierung des Ellenhofweges dürfe man nicht aus dem Auge verlieren, so der Vorsitzende. Ein erstes Gespräch habe mit den Bürgermeistern von Röthlein und Kolitzheim stattgefunden, man wolle aber erst die Erfahrungen aus anderen Ausbesserungsmaßnahmen abwarten, bevor man entscheide. Künftig müsse man darauf achten, dass bei Abstimmungen, die kein einstimmiges Ergebnis haben, die Stimmgewichtungen je nach Flächengröße des Besitzes berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang bat der Vorsitzende die Grundholden, Veränderungen im Besitzstand mitzuteilen, damit der Jagdkataster auf dem aktuellen Stand sei.

Alle anwesenden Grundholden stimmten dem Beschlussvorschlag der Vorstandschaft zu, die Jagdpacht zur Unterhaltung von Wegen und Gräben zu verwenden.

Bei der Neuwahl wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Vorsitzender bleibt Bernhard Berchtold, ihn vertritt Bruno Back. Die Kasse verwaltet weiter Roland Back, das Protokollbuch bleibt in Händen von Frank Mauder. Bernhard Graf und Josef Schneider werden weiter als Kassenprüfer fungieren. Für das neue Amt des Datenschutzbeauftragten - seine Bestellung ist gesetzlich vorgeschrieben - wurde Kassier Roland Back gewählt.

Im Teamwork erstatteten die Jagdpächter Hubert Hofmann und Sigmund Stadler den Jagdbericht. Im Jahr 2018 seien sieben Rehe, vier Füchse, sowie ein Kitz erlegt worden. Ein Bock, eine Geis und vier Hasen seien überfahren worden. Die langdauernde Hitzeperiode habe dem Wild zu schaffen gemacht. Das Verbissgutachten habe ergeben, dass Verbiss nicht nur durch Rehwild erfolge, sondern auch durch Schwarzwild, auch durch Hasen, Eichhörnchen, ja sogar Mäuse. Dies habe man durch DNA-Proben feststellen können. Von daher sei es nicht zielführend, mehr Rehwild zu schießen. Bedauernd nehme man zur Kenntnis, dass in den Nachbarrevieren mehr Druckjagden durchgeführt werden. Es gebe Reviere, in denen acht Jäger die Erlaubnis hätten, zu jagen. Das Ergebnis: "Wenn acht Leute draußen sind, wird viel geschossen.". Dies habe zur Folge, dass die Rehe in die Reviere "auswandern", in denen weniger Rehe vorhanden sind. Dadurch verliere das eigene Revier an Wert. Die Jagdgenossenschaft Gernach stehe aber gut da, so die abschließende Feststellung der Jagdpächter, auch wenn auf der revierübergreifenden Drückjagd im Dezember lediglich zwei Füchse zur Strecke gebracht wurden. An die Landwirte hatten die Jagdpächter die Bitte, wenn Erntearbeiten anstehen, bei denen Wildaustritt aus der Erntefläche vermutet wird, sie frühzeitig zu informieren. Von der Waldkörperschaft wünsche man sich Informationen über ihre waldwirtschaftlichen Planungen. Wenn Verjüngungen vorgesehen seien, könne man dort Hochsitze aufstellen und diese Gebiete gezielt bejagen. Abschließend informierte Bernhard Berchtold noch über die geplanten Wegeinstandsetzungen. Insbesondere der Schotterweg vom Pfadweg Richtung Flinner müsse ausgebessert werden. Weitere Vorhaben für das laufende Jahr sind unter anderen: den Graben Richtung Berghof reinigen, den Galgenholzweg von der Hirschfelder Straße bis zum Wald ebnen. Aus der Versammlung kamen eine ganze Anzahl von Anregungen, wo noch Verbesserungen an Wegen, Banketten und Gräben nötig seien.

Bernhard Berchtold wandte sich dagegen, den Abraum in den Wald zu verbringen. Der Vorschlag von Gemeinderat Reinhard Heck, eine Müllsammelaktion in der Gernacher Flur durchzuführen, wie dies schon einmal vor drei Jahren geschehen sei, fand einhellige Zustimmung. Als Termin wurde der Samstag, 30. März vereinbart. Treffpunkt: 9.00 Uhr am TSV-Sportheim. Um die Mittagszeit wartet die verdiente Brotzeit für die Helfer im Berghof bei Bernhard Berchtold und seiner Frau Gaby, die Jagdpächter übernehmen die Kosten. Erhard Scholl informierte, dass der Fahrdienst zum Volksbegehren "Rettet die Bienen" zum Rathaus nach Kolitzheim ein Angebot der Nachbarschaftshilfe gewesen sei, gesellschaftliche Beteiligung zu ermöglichen. Das sei von manchen als Parteinahme für das Volksbegehren missverstanden worden. Die Nachbarschaftshilfe Gernach sei politisch neutral, weltanschaulich fühle man sich dem christlichen Glauben verpflichtet.

 

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