Waldkörperschaft Gernach: von Polterholz und Spechtbäumen

14.11.2018

Mainpost, 14.11.2018

GERNACH

Waldkörperschaft Gernach: von Polterholz und Spechtbäumen

Zum ersten Mal als Vorsitzender leitete Benedikt Berchtold die Jahreshauptversammlung der Waldkörperschaft Gernach.

Er hat im vergangenen Jahr die Nachfolge von Bernhard Berchtold angetreten, der nach 17 Jahren nicht mehr für dieses Amt kandidiert hatte.

In seinem Geschäftsbericht konnte der Vorsitzende über eine Vielzahl von Aktivitäten berichten. Es seien in der Waldabteilung am Käppele neue Pflegepfade angelegt worden, Am Galgenholz sei eine Brücke verbreitert worden, verschiedene Brücken seien neu errichtet worden. Zu bemängeln hatte er, dass das Holz, das noch in verschiedenen Abteilungen liege, abgeholt werden müsse. Und man habe die Absicht, zwei Schwamm- und Spechtbäume vom Förster begutachten und anerkennen zu lassen.  Schwamm-oder Spechtbäume seien Bäume, in die die Spechte schon ihre Nisthöhlen "gezimmert" haben.

Für das Polterholz lägen Bestellungen für 60 Festmeter vor, diese könne man nach augenblicklichem Stand kostendeckend verkaufen. Polterholz ist schon geschlagenes Holz, das auf einen Sammelplatz gebracht wird und zum Verkauf angeboten wird. Die weitere Verarbeitung ist Sache des Käufers. Der Name kommt laut Wikipedia vom Geräusch des Polterns, wenn die Hölzer beim Abladen aufeinanderprallen.

Geplant sei, die Umzäunung am Flinnerholz zu entfernen und ebenfalls die Stockausschläge. Gleichzeitig werde man auch die Haselnussbüsche, die das Wachstum der Douglasien verhindern, beseitigen. Aufgrund dringender anderer Aufgaben sei man bisher noch nicht dazu gekommen, dies zu tun, informierte der Vorsitzende auf Nachfrage.

Er appellierte auch an die Grundholden, mit den Fahrzeugen auf den Fahrgassen zu bleiben. Denn durch das Befahren mit schweren Fahrzeugen werde der Waldboden für lange Jahre verdichtet. Bei einem Abstand der Fahrgassen von 40 Metern sei es kein Problem, die Holzernte herauszutragen oder notfalls jemanden zu bitten, die Stämme mit der Seilwinde an die Fahrgasse zu ziehen.

Bernhard Berchtold bat die Grundholden, in der Zeit vor dem 9. Dezember möglichst keine großen Aktionen im Wald zu planen, da an diesem Tag eine revierübergreifende Drückjagd auf Wildschweine geplant sei.

Kassier Matthias Hetterich erstatte den Kassenbericht. Die Rechnungsprüfer Bruno Schüll und Wolfgang Lukas bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung.

 

 

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