Wall gegen Überschwemmungen

22.01.2019

Mainpost 22.01.2019

Oberspiesheim   Bürgerversammlung

Wall gegen Überschwemmungen

Der Neubau der Kläranlage habe keinen Einfluss auf den Rückstau im Kanalisationssystem und die daraus resultierenden Probleme, stellte Bürgermeister Horst Herbert bei der Bürgerversammlung in Oberspiesheim im Hinblick auf die teilweise erheblichen Schäden nach den Starkregenereignissen im vergangenen Jahr fest. Auch der Austausch einzelner Kanäle ist zwecklos, wie er anhand einer Präsentation anschaulich erläuterte.

Das Entwässerungssystem ist als Mischsystem im Freispiegel konzipiert und ausgelegt für zweijährige Regenereignisse. Es bestehe aus Hausanschlüssen, Kanälen, Regenrückhaltungen, Drosseln, Entlastungs-Kanälen, Pumpstationen und nicht zuletzt aus der Kläranlage. Die Rückstauebene sei die Straße und die Grundstückseigentümer hätten sich mit einer Rückstauklappe vor Rückstau zu sichern.

Im Auftrag der Feuerwehr informierte der Bürgermeister darüber, dass das Kellerauspumpen keine Aufgabe der Feuerwehr ist, wenn keine Gefahr für Menschen oder Tiere droht. Damit sind solche Feuerwehreinsätze für die Grundstückseigentümer grundsätzlich kostenpflichtig. Die Ereignisse im letzten Jahr haben gezeigt, dass die Integrierte Rettungsleitstelle in Schweinfurt bei solchen Ereignissen überlastet sei und dass deshalb künftig bei Starkregen die örtlichen Feuerwehrhäuser die Anlaufstellen sind, um die Einsätze vor Ort zu koordinieren.

Die Überschwemmungen und die Rückstau-Schäden nahmen dann auch einen breiten Raum bei der Diskussion in der Bürgerversammlung ein. Bei der Ursachensuche wurden viele Aspekte angesprochen: Die zunehmende Flächenversiegelung durch das Baugebiet am Burggraben und durch den angrenzenden Gartenbaubetrieb sowie der zu geringe Durchmesser der Rohre der Überfahrten am Stemmgraben wurden genannt. Bei solchen außergewöhnlichen Naturereignissen gebe es keinen absoluten Schutz. Im Einvernehmen mit den Beteiligten werde versucht, so der Bürgermeister, eine Lösung des Problems zu finden. Entlang des Baugebietes werde zunächst ein kleiner Wall auf dem gemeindlichen Grünstreifen angelegt, damit wird künftig die Überschwemmung der angrenzenden Grundstücke verhindert, informierte Bürgermeister Herbert über konkrete Maßnahmen der Gemeinde.

 

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