Wasser wird teurer, Abwasser nicht

11.12.2015

Mainpost 11.12.2015

 

KOLITZHEIM

Wasser wird teurer, Abwasser nicht

Der Haupt- und Finanzausschuss des Kolitzheimer Gemeinderats hatte sich schon mit der Gebührenkalkulation für Wasserver- und Abwasserentsorgung beschäftigt. Nun gingen Bürgermeister Horst Herbert und Kämmerer Werner Knoblach in der Sitzung des Gesamtgemeinderats auf die Kalkulationen für den Zeitraum 2016 bis 2019 ein.
Beim Abwasser sei keine Änderung nötig, schickte das Gemeindeoberhaupt eine erfreuliche Nachricht voraus. In den Vorjahren wurde hier die Straßenentwässerung nicht berücksichtigt, was der bayerische kommunale Prüfungsverband gerügt hatte. Die Kosten hierfür müssen von der Kommune übernommen werden. Das geschah bisher nicht, weshalb den Bürgern zuviel Geld abverlangt wurde. Das soll nun als Rücklage für die kommenden Jahre dienen.
Nach einem genaueren Blick auf die Einnahmen und Ausgaben der vergangenen vier Jahre präsentierte Kämmerer Knoblach den Gemeinderäten eine Gesamtüberdeckung von 146 000 Euro. Diese werden auf die nächsten vier Jahre verteilt. Die Abwassergebühren müssen daher nicht erhöht werden. Damit zeigte sich das Gremium einstimmig einverstanden.
Anders sieht es beim Wasser aus. Hier gab es in den vergangenen Jahren insgesamt ein Minus von 34 000 Euro. Lange Zeit sei der Unterhalt der Anlagen für die Wasserversorgung vernachlässigt worden, weshalb es bereits Wasserrohrbrüche gab, erklärte Bürgermeister Herbert. Die Anlagen müssen nun auf Vordermann gebracht werden. Das sei bereits in den vergangenen zwei Jahren begonnen worden, verursache aber natürlich Kosten. Auch hier ging Kämmerer Werner Knoblach auf die genauen Zahlen bei Einnahmen und Ausgaben ein, bevor er seine Berechnung vorlegte, wie die Kosten gedeckt werden sollen.
In der Kalkulation berücksichtigt er die Unterdeckung der vergangenen vier Jahre. Deshalb wird die Gebühr für einen Kubikmeter Wasser um 35 Cent erhöht, von 1,25 Euro auf 1,60. Darauf kommt dann noch die Mehrwertsteuer von sieben Prozent, antwortete er auf eine Frage.
Auch mit dieser Erhöhung und der Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung zeigten sich die Räte einstimmig einverstanden.

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