Weihnachts- und Neujahrsgruß des 1. Bürgermeisters

21.12.2018

Weihnachts- und Neujahrsgruß des 1. Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

in wenigen Tagen ist Weihnachten und der Jahreswechsel steht bevor. Die Feiertage erinnern uns an die Geburt Christi vor mehr als 2 Jahrtausenden, an unsere von christlichen Werten geprägte Kultur. Sie geben uns auch Anlass, auf das vergangene Jahr zurück zu schauen, Bilanz zu ziehen und gleichzeitig den Blick voller Erwartungen nach vorne zu richten.

„Wir feiern Bayern“, war das Motto des Jubiläumsjahres 2018. Bayern beging in diesem Jahr ein Doppeljubiläum: 100 Jahre Freistaat Bayern und 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern. Anfang November 1918, nach Ende des 1. Weltkrieges, hat Kurt Eisner den Freistaat Bayern ausgerufen und damit das Ende der Monarchie besiegelt. 100 Jahre zuvor, im Jahre 1818 hat König Max I. Josef mit der ersten bayerischen Verfassung die konstitutionelle Monarchie eingeführt. Sie wird zur Keimzelle des Parlamentarismus und der Demokratie. Die Macht des Königs wurde beschränkt, vor allem aber garantiert die neue Verfassung erstmals Menschenrechte. Bei uns auf der Gaibacher Höhe steht das Wahrzeichen dieser Verfassung, die Konstitutionssäule. Es ist übrigens das einzige Denkmal, das an dieses geschichtliche Ereignis erinnert.

Zahlreiche Gemeinden in Bayern, auch wir, feierten 2018 ein weiteres „kleines“ Jubiläum: den 40. Geburtstag! Die Gebietsreform ist jetzt schon wieder 4 Jahrzehnte her. Es war eine aufregende Zeit damals. Ist der Zusammenschluss verschiedener Dörfer mit ihren individuellen Besonderheiten der richtige Weg für eine gedeihliche Entwicklung unseres Gemeinwesens? Oder ist die Aufgabe der Eigenständigkeit ein Verlust der Selbstbestimmung oder gar ihr Untergang? Heute wissen wir: die damalige Gebietsreform hat ein sehr erfolgreiches Kapitel unserer Gemeindegeschichte eingeläutet. Ein neues Gemeinwesen ist entstanden, eine Einheit hat sich formiert, die die Kraft von acht Gemeindeteilen in sich vereinigt, zum Wohle der Menschen, die hier leben. Die Gemeinde hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Das können wir heute mit Stolz feststellen. Politik, auch die Kommunalpolitik, ist immer auch die große Kunst der Kompromisse. Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich unser Gemeinderat einig ist in den großen Linien der Gemeindeentwicklung. Der einstimmige Grundsatzbeschluss zum Neubau einer zentralen Grundschule ist der aktuellste Beleg dafür. Unterschiedliche Standpunkte sind ausführlich diskutiert, verschiedene Möglichkeiten durchdacht worden. Ich gebe zu, es war nicht einfach. Bedeutet dieser Schritt doch auch die Aufgabe von bewährten Schulstandorten. Jetzt werden wir in die Planung dieses nächsten zukunftsweisenden Großprojektes einsteigen. Der Gemeinderat nimmt seine Aufgaben sehr verantwortungsbewusst wahr, das hat sich im zu Ende gehenden Jahr vielfach gezeigt. Und dafür bin ich den Mitgliedern dieses Gremiums sehr dankbar. Die ausgewogene Zusammensetzung steht auch als Garant dafür, dass kein Gemeindeteil übervorteilt wird. In einem guten Jahr geht die Amtszeit dieses Gemeinderates zu Ende. Im März 2020 finden wieder die allgemeinen Kommunalwahlen statt. Die Aufstellungsversammlungen werden erfahrungsgemäß im kommenden Herbst durchgeführt. Ich hoffe, dass sich viele Frauen und Männer finden, die Verantwortung für unser Gemeinwesen übernehmen wollen, um unsere Gemeinde erfolgreich weiter zu gestalten.

Gerne nehme ich das vor uns liegende Weihnachtsfest und den Jahreswechsel wieder zum Anlass, mich sehr herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken, die sich um unser Gemeinwesen verdient gemacht haben, die sich für die Entwicklung in den einzelnen Gemeindeteilen unserer Gemeinde und ihrer Bürgerschaft eingesetzt haben, an welcher Stelle auch immer. Ich wünsche Ihnen allen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2019, was immer es uns bringen mag. Gehen wir es guten Mutes und mit Zuversicht an.

Ihr

Horst Herbert
1. Bürgermeister

 

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