Weihnachts- und Neujahrsgruß des 1. Bürgermeisters

20.12.2019

Weihnachts- und Neujahrsgruß des 1. Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

das Jahr 2019 ist auf die Zielgerade eingebogen. Im Rückblick betrachtet war es weltpolitisch gesehen ein turbulentes Jahr: der Brexit sorgte wieder für Aufregung in England, der Handelsstreit zwischen den USA und China wirkt sich jetzt auch auf die Eurozone aus, und die Neuwahlen in verschiedenen Ländern ziehen schwierige Regierungsbildungen nach sich. Leider gewinnt nationalstaatlich geprägtes Denken die Oberhand über den Gemeinschaftsgeist.  2019 war aber auch ein Jahr wichtiger Jubiläen: Vor 100 Jahren, nach Ende des 1. Weltkrieges und der Abdankung des Kaiser Wilhelm II, endete die Monarchie in Deutschland. Das war gleichzeitig die Geburtsstunde der Demokratie. Am 19. Januar 1919 konnten die Deutschen zum ersten Mal in einer allgemeinen, freien und gleichen Wahl eine Nationalversammlung errichten. Wahlberechtigt waren erstmals auch Frauen. Vor 70 Jahren, am 23. Mai 1949, trat unser Grundgesetz, die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Und vor 30 Jahren öffnete sich der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West. Die deutsche Wiedervereinigung nur ein Jahr später war die glückliche Folge der demokratischen und friedlichen Revolution in der damaligen DDR. Ich erinnere heute gerne noch einmal an diese Meilensteine deutscher Geschichte, weil diese Ereignisse die Grundlage sind für die großartige und erfolgreiche Entwicklung in unserem Land und unserer Gesellschaft.

Eine erfolgreiche Entwicklung hat auch unsere Gemeinde in den letzten Jahren genommen. Ich will, da sich auch die Amtsperiode des amtierenden Gemeinderates auf der Zielgeraden befindet, kurz auf bedeutende Projekte und Ereignisse der vergangenen knapp 6 Jahre zurückblicken: Mit der Neuordnung der Entwässerung und dem Bau einer zentralen Gemeinschaftskläranlage wurde nicht nur ein Großprojekt erfolgreich abgeschlossen. Es wurde damit auch ein entscheidender Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz geleistet. Die Dorferneuerung in Kolitzheim hat zu einer wesentlichen Aufwertung des Ortsbildes beigetragen. Sie ist besonderer Ausdruck unserer Bemühungen für eine zukunftsfähige Innenentwicklung. Flurneuordnungsmaßnahmen sind mir persönlich auch ein besonderes Anliegen, denn sie stellen einen großen Baustein zu einer positiven Gemeindeentwicklung dar und fördern maßgeblich die Zukunft unserer Landwirtschaft. Zum guten Abschluss gebracht wurde das Verfahren in Zeilitzheim, andere Maßnahmen laufen noch.  Mit dem Start der Offenen Ganztagsschule in diesem Jahr, die bis zum bereits beschlossenen Neubau der Grundschule in den Räumen der ehemaligen Raiffeisenbank in Zeilitzheim provisorisch untergebracht ist, leistet die Gemeinde einen entscheidenden Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für junge Eltern. Im Bereich der Breitbandversorgung haben wir einen zeitgemäßen Ausbaustandard in allen Gemeindeteilen erreicht. Glasfaseranschlüsse liegen inzwischen in jedem Ort. Der Idealfall ist ein Glasfaseranschluss in jedem Haus, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt hat unsere Bevölkerung im Jahr 2015 in besonderer Weise gezeigt, als eine rechtsextremistische Kleinstpartei Stammheim und unsere Gemeinde in Aufregung versetzt hatte. Ich bin heute noch sehr stolz darauf, dass es uns in einmütiger Gemeinschaft und mit vielen Aktionen gelungen ist, eine Einnistung zu verhindern.

Ein besonderes Highlight der letzten Jahre war natürlich auch die Wahl von Silena Werner zur Fränkischen Weinkönigin. Sie hat uns alle Ehre gemacht.

Im kommenden Jahr stehen wieder die Kommunal­wahlen an. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf Hochtouren.  Ich sehe mit Freude und Dankbarkeit, dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung in unserem Gemeinwesen zu übernehmen und sich nicht auf Protestaktionen beschränken. Die Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Eintreten für die Überzeugung und von der Akzeptanz der Entscheidungen. 

Für mein Fazit der zu Ende gehenden Amtszeit des Gemeinderates will ich Johann Wolfgang von Goethe zitieren: „Erfolg hat drei Buchstaben: Tun“.            

Gerne nehme ich das vor uns liegende Weihnachtsfest und den Jahreswechsel wieder zum Anlass, mich sehr herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken, die sich um unser Gemeinwesen verdient gemacht haben, die sich für die Entwicklung in den einzelnen Gemeindeteilen unserer Gemeinde und ihrer Bürgerschaft eingesetzt haben, an welcher Stelle auch immer. Ich wünsche Ihnen allen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2020, was immer es uns bringen mag. Gehen wir es guten Mutes und mit Zuversicht an.

Ihr

Horst Herbert
1. Bürgermeister     

Zu den News