Weihnachts- und Neujahrgruß, Jahresrückblick 1. Bürgermeister Herbert

21.12.2015


 

Liebe Mitbürgerinnen,

liebe Mitbürger,

„es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war".
Diese Zeilen eines Kirchenliedes sind mir spontan in den Sinn gekommen, als ich das Jahr 2015 in Gedanken habe Revue passieren lassen.
So Einiges hat sich im Lauf dieses Jahres ereignet, das am Jahresanfang nicht absehbar war. Die Fluchtbewegung aus dem Nahem Osten, vor allem durch den Bürgerkrieg in Syrien ausgelöst, hat sich zu einer Art Völkerwanderung mit Hauptziel Deutschland entwickelt. Der Traum vom "Europa ohne Grenzen" ist vorerst geplatzt. Viele Staaten errichten wieder Grenzzäune, um sich vor Flüchtlingen abzuschotten. Eine gesamteuropäische Lösung des Flüchtlingsproblems ist leider auch nicht in Sicht. Die Integration der Menschen, die vor Krieg und Leid bei uns Schutz suchen, wird eine riesige Herausforderung für unser Land.
Der IS-Terror hat mit den Anschlägen in Paris Mitte November endgültig Europa erreicht. 130 Menschen starben im Kugelhagel der Terroristen, über 350 wurden verletzt. Der Anschlag galt unserer westlichen Lebensweise und unseren Werten wie Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Frankreich hat dem IS den Krieg erklärt. Auch Deutschland wird sich erstmals seit dem 2. Weltkrieg aktiv daran beteiligen. Ob diese militärische Intervention in Syrien zum Frieden führen wird? Ich habe meine Zweifel, denn die geopolitische Lage im Nahen Osten ist äußerst problematisch, die Interessen der Konfliktparteien undurchschaubar.
Auch unsere kleine Welt zu Hause ist in diesem Jahr etwas aus den Fugen geraten. Eine vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Kleinstpartei hat im Frühjahr versucht, in Stammheim eine Parteizentrale einzurichten. Dank eines großartigen Engagements vieler Stammheimer und mit Unterstützung zahlreicher Menschen aus der gesamten Region, über Parteigrenzen hinweg, ist es uns gelungen, dieses Ansinnen zu verhindern. Wir haben dabei sehr deutlich gemacht, wofür wir stehen: für Demokratie, Freiheit und Toleranz, und gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diktatur. Ich bin sehr stolz auf das Erreichte.
Die Probleme dieser Welt werden uns auch im kommenden Jahr weiter beschäftigen. Die positive Nachricht kommt aus der Wirtschaft. Niedrige Arbeitslosigkeit, volle Auftragsbücher der Unternehmer und eine investitionsfreudige Bevölkerung lassen auch für 2016 eine hervorragende wirtschaftliche Entwicklung erwarten.
Mein Fazit aus den Ereignissen des Jahres 2015: Wenn wir zusammenhalten und zusammenstehen, werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern. Gemeinsam schaffen wir das.
Davon bin ich überzeugt.
Allen, die sich im zu Ende gehenden Jahr für unsere Gemeinde und unsere Bürgerschaft eingesetzt haben - an welcher Stelle auch immer - sage ich abschließend ein herzliches Wort des Dankes.
Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein frohes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben, einen guten Beschluss des Jahres 2015 und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr, was immer es uns bringen mag.

Ihr

Horst Herbert

1. Bürgermeister

 

Jahresrückblick 2015.pdf
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