Weitere 255 Unterschriften gesammelt

23.12.2005

Mainpost 23.12.2005

 

Weitere 255 Unterschriften gesammelt

 

Unterspiesheim (he) Weitere 13 Listen mit 255 Unterschriften von Unterspiesheimer Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die vom Gemeinderat im Mai beschlossene Abschaffung der Mülltonnen im Friedhof aussprechen, sammelte Martina Rösner: im Getränkemarkt Reiser, im tegut-Markt, in der Metzgerei Mark und mit Unterstützung von zwei Bürgerinnen.

Schon im Sommer hatte sie wie berichtet eine Unterschriftenliste mit 117 Unterschriften von Unterspiesheimer Bürgern, die sich für eine Wiedereinführung der Mülltonne auf dem Friedhof aussprachen, an die Gemeinde geschickt.

Mit der Antwort von Bürgermeister Horst Herbert gab sie sich damals nicht zufrieden. Herbert hatte die Entfernung der Mülltonnen auf den Friedhöfen der acht Ortsteile der Gemeinde mit Missbrauch der Tonnen für Hausmüll und einer Ersparnis von jährlich etwa 4000 Euro für das Entleeren der Tonnen begründet.

Es könne doch nicht sein, dass die Gemeinde, obwohl sie bei den Friedhofsgebühren im Landkreis an der Spitze liege, kein Geld für das Ausleeren der Tonnen habe, der Gemeinderat aber wenige Wochen nach dem Sparbeschluss 5700 Euro für ein Nordic-Walking-Zentrum bereitstellt, sagt dazu Martina Rösner.

Die 40-Jährige gelernte Kauffrau plädiert nach wie vor dafür, dass zum Beispiel ein Container für biologische Grababfälle, der vom Bauhof der Gemeinde entsorgt wird, oder eine Tonne oder ein Rollcontainer für die Grablichter zur Verfügung gestellt wird. Friedhofsbesucher seien dann nicht dazu gezwungen, den Grababfall mit nach Hause zu nehmen oder auch alte nasse Blumen ins Auto legen zu müssen.

Bürgermeister Horst Herbert teilte Martina Rösner jetzt in einem Schreiben mit, dass er den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung am 6. Dezember über den Eingang der Unterschriften informiert habe. "Nachdem die Entfernung der Mülltonnen in verschiedenen Bürgerversammlungen angeregt wurde, werden wir dieses Thema in den anstehenden Bürgerversammlungen erneut zur Diskussion stellen, bevor wie eine Entscheidung treffen. Denn es gibt auch viele Bürgerinnen und Bürger, die Verständnis für unsere Maßnahme aufbringen und sie ausdrücklich begrüßen", schreibt Herbert.

Und weiter: "Ihre Vorschläge zur Aufstellung von Containern, die vom Bauhof geleert werden, lösen unsere Probleme leider nicht. Bioabfälle sind leider oftmals nicht getrennt (zum Beispiel Draht in Blumengebinden). Eine Sortierung durch unser Personal wäre sehr aufwändig und unwirtschaftlich. Wir halten es auch für durchaus zumutbar, dass Grablichter mit nach Hause genommen werden. Es spart der Allgemeinheit Kosten, ohne dass es jemanden belastet".

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