Weltgebetstag der Frauen: Hilfe für Frauen in Simbabwe

11.03.2020

Mainpost 11.03.2020

Gernach

Weltgebetstag der Frauen: Hilfe für Frauen in Simbabwe

Zum Weltgebetstag der Frauen und zu seiner Jahresversammlung hatte der Frauenbund Gernach ins Alte Rathaus eingeladen. Gast war auch Pfarrer Thomas Amrehn.

Das afrikanische Land Simbabwe stand in diesem Jahr im Mittelpunkt. 1980 führte ein mehrjähriger Befreiungskrieg zur Unabhängigkeit von Großbritannien. Großbritannien hatte das Großreich Simbabwe in den 1890er Jahren gewaltsam zu seiner Kolonie gemacht. Das Land umfasst knapp 400 000 Quadratkilometer und zählt 13 Millionen Einwohner. Zum Vergleich: Deutschland hat die Fläche von ca 360 000 Quadratkilometer und hat 82 Millionen Einwohner.

Vielfältige Diskriminierungen

Seit 2000 befindet sich das Land in einer Wirtschaftskrise, 2019 erreichte die Wirtschaft einen neuen Tiefpunkt. Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht kennzeichnen die aktuelle Situation. Auch wenn offiziell die Gleichheit von Frauen und Männern garantiert ist, dominieren – vor allem auf dem Land – Polygamie, Zwangsverheiratung und vielfältige Diskriminierungen der Frauen.

Riesige Schuldenlast

Der Frauenbund setzt sich dafür ein, dass dem Land ein Teil der riesigen Schuldenlast erlassen wird und sammelt dafür Unterschriften. Darüber hinaus werden Projekte unterstützt, die Frauen helfen, ihre Rechte kennenzulernen und sich für deren Einhaltung einzusetzen. Trotz all der Schwierigkeiten im Land kämpfen die Frauen für Veränderungen, für Zugang zu Bildung und Ausbau der sozialen Dienste. Der Erlös der Kollekte in Höhe von 130 Euro kommt dem Schulprojekt Kishebaja in Uganda zugute, ebenso wie der Erlös aus dem Verkauf der etwa 500 Palmsträußchen vor den Palmsonntagsgottesdiensten in Unterspiesheim, Oberspiesheim und Gernach.  

In der Jahresversammlung  berichtete die Vorsitzende, Gaby Berchtold, über ein reiches Programm, das der Frauenbund Gernach im vergangenen Berichtsjahr gestaltet hatte. Fester Programmpunkt im Mai ist die Wallfahrt zum Gernacher Käppele. 

Wallfahrt organisiert

Ein Höhepunkt des Vereinsjahres war die FrauenZeit mit der Kabarettistin Rena Schwarz. Die Organisation der Diözesanwallfahrt des Frauenbundes für die benachbarten Zweigvereine, lag in diesem Jahr in den Händen des Gernacher Frauenbundes. Zwei Busse fuhren nach Fulda.

Die Teilnahme am regionalen Bildungstag des Frauenbundes in Kolitzheim und die Gestaltung des Erntealtars sowie die Mitgestaltung des Erntedank-Gottesdienstes waren weitere Programmpunkte im Jahresverlauf. Die Schweinfurter Tafel freute sich über die gespendeten Erntedankgaben. Informationen zum Thema "Pflege" vermittelte der Vortrag von Gertrud Kreuzinger.

Ausverkauft waren die beiden Dorfabende, die der Frauenbund in Zusammenarbeit mit der Musikkapelle Gernach zum 21. Mal organisiert hat. Bei guter Stimmung konnten die Zuschauer ein buntes Faschingsprogramm mit dem Motto "Western von gestern" genießen. 

Ergebnisse der Wahlen

Bei den Wahlen wurde der Vorstand bestätigt: Gaby Berchtold bleibt Vorsitzende, sie wird vertreten von Hedwig Treutlein-Scholl. Die Kasse verwaltet weiter Marianne Ott, Schriftführerin bleibt Lydia Schug. Als Beisitzerinnen bestätigt wurden Paula Claassen, Marianne Back, Annette Pacher und Uschi Dotterweich. Wie bisher prüfen Christine Hofmann und Maria Berchtold die Kasse.

Mit Blick auf das neue Vereinsjahr lud die Vorsitzende zum regionalen Bildungstag des Frauenbundes am 31. März ein. Palmsträußchen werden am 2. April gebunden, am 6. Mai ist die Wallfahrt zum Gernacher Käppele. Am 15. Mai lädt der Frauenbund zu einer Stadtführung nach Sulzfeld ein.

Zu den News