Wenn der Bus die Schüler nicht mitnimmt . . .

13.11.2006

Mainpost 13.11.2006

 

Wenn der Bus die Schüler nicht mitnimmt . . .

 

STAMMHEIM Zu Beginn eines Schuljahres immer wieder die gleichen Probleme. Bis die Busunternehmen den Transport der Schüler auf die Reihe bekommen, kommt es immer wieder vor, dass die Schulbusse überfüllt sind und einige Schüler nicht mitgenommen werden können. Nach Aussage von Werner Holzapfel, dem Nahverkehrsbeauftragten des Landratsamtes Schweinfurt) sollten diese Probleme bis spätestens Allerheiligen von den verantwortlichen Transportunternehmen ausgeräumt sein. Zum Eklat kam es aber jetzt vergangene Woche in Stammheim, als morgens 20 Schüler nicht in die überfüllten Busse einsteigen konnten und stehengelassen wurden.

Ein Fahrer des verantwortlichen Busunternehmens Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF) gab den stehen gebliebenen Schülern den Rat, sie sollten doch den nächsten Bus um 851 Uhr für die Fahrt nach Gaibach nutzen. Er hatte jedoch vergessen zu erwähnen, dass dieser Bus nicht in Richtung Gaibach, sondern nach Schweinfurt fährt.

Das Ende vom Lied: Die Kinder wurden von Eltern zur Schule gefahren, damit sie am Unterricht teilnehmen konnten. Da dies kein Einzelfall gewesen ist, sondern bereits mehrfach passiert ist, reagierten einige Eltern sehr aufgebracht.

Für Lydia Schmid, Linienmanagerin und Leiterin des OFV-Regionalbüros Schweinfurt, stellt sich die Problematik wie folgt dar: "Probleme mit der Schulbusbeförderung gibt es immer wieder am Anfang eines Schuljahres." Bereits Mitte Oktober habe der OVF mit dem Busunternehmen ALKA-Reisen aus Schwanfeld vereinbart, dass die Gaibach-Schüler aus Stammheim auch den Bus der Firma ALKA mitbenutzen dürfen. Am vergangenen Mittwoch war jedoch ein Ersatzfahrer dieses Omnibusunternehmens auf dieser Linie unterwegs, der von dieser Vereinbarung nichts wusste. Deshalb kam es dazu, dass in Stammheim 20 Schüler stehen blieben.

Um sich ein Bild von der Situation machen zu können war Lydia Schmid am Donnerstagmorgen vor Ort. Sie appellierte an die Stammheimer Schüler und deren Eltern, den Schulbus der Firma ALKA-Reisen mitzubenutzen. Gleichzeitig bemängelte sie auch die fehlende Bereitschaft der Jugendlichen, die bereits in den Bussen sind, enger aufzuschließen. "Die Busse sind zwar sehr voll", so Schmid "doch wird die zulässige Beförderungszahl nicht überschritten."

LRA sieht keinen Handlungsbedarf

Der zuständige Sachbearbeiter des Landratsamtes (LRA), Werner Holzapfel, erklärte auf Anfrage: "Aufgrund der Aussagen von Frau Schmid kann und wird das Landratsamt augenblicklich keine weiteren Maßnahmen einleiten."

Sollten die Eltern vor Ort jedoch auf andere Beförderungszahlen kommen, können diese an ihn weitergeleitet werden. Er werde die Sache dann weiter verfolgen.

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