Zu Fuß das Weite gesucht

10.06.2018

Mainpost, 10.06.2018

UNTERSPIESHEIM

Zu Fuß das Weite gesucht

Guten Grund zur Flucht hatte am Samstag gegen Mitternacht ein Pkw-Fahrer, der auf der B 286 von Schweinfurt Richtung Gerolzhofen unterwegs war. In der Nähe von Unterspiesheim kam er auf gerader Strecke von der Fahrbahn ab. Sein Auto kollidierte nach Polizeiangaben mit mehreren Bäumen, die allerdings nicht allzu dick waren und abknickten. Trotzdem entstand am Fahrzeug Totalschaden. Andere Verkehrsteilnehmer beobachten laut Polizei in Gerolzhofen, wie der Fahrer aus dem völlig demolierten Auto ausstieg und zu Fuß das Weite suchte.

Anhand des Autokennzeichens machte die Polizei die Wohnadresse des Fahrers ausfindig und überprüfte sie. Die Beamten trafen den 34-jährigen Mann tatsächlich zu Hause an. Der Mann leugnete allerdings anfangs, gefahren zu sein.

Im Verlauf des Gesprächs mit den Beamten räumte er dann aber doch ein, am Steuer gesessen zu haben. Der Grund des anfänglichen Leugnens: Er hat keine gültige Fahrerlaubnis. Alkohol war nicht im Spiel. Auf den Fahrer werden nun gleich zwei Anzeigen zukommen. Eine wegen Unfallflucht, die zweite wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Für die Feuerwehren aus Unterspiesheim, Gerolzhofen und Schwebheim bedeutet der Unfall den zweiten großen und vor allem zeitaufwendigen Einsatz nach dem Unwettereinsatz in Unterspiesheim. Der Kampf gegen die Wasserfluten war gegen 22.30 Uhr beendet, doch um 0.04 Uhr gab es wieder Alarm. Zunächst hieß es in der Alarmierung, dass beim Unfall eine Person eingeklemmt worden sei. Dies war aber nicht so.

Der Unterspiesheimer Kommandant André Schirmer berichtet, dass die Feuerwehrleute die Unfallstelle ausgeleuchtet und der Polizei bei der Absuche der Umgebung mit Wärmebildkamera geholfen haben. Im Einsatz war auch eine Drohne der Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung im Landkreis Schweinfurt. Schließlich zogen die Helfer das Unfallfahrzeug aus dem Wald, damit es der Abschleppdienst aufnehmen konnte. Dieser Einsatz war um 3.45 Uhr beendet. Damit hatten sich zahlreiche Feuerwehrleute im ehrenamtlichen Dienst fast die ganze Nacht um die Ohren geschlagen.

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