Zu schnelles Fahren sorgt für Ärger im Dorf

28.02.2008
Mainpost 28.02.2008

GERNACH

Zu schnelles Fahren sorgt für Ärger im Dorf

Bürgerversammlung in Gernach mit buntem Themenreigen – Derzeit 547 Einwohner

(es) Gut besucht war die Bürgerversammlung im TSV-Sportheim, die letzte in der Amtszeit des jetzigen Gemeinderates. Bürgermeister Horst Herbert würdigte die Verdienste des nach 18 Jahren aus dem Gemeinderat ausscheidenden Gernachers Wolfgang Friedrich. Der Dank des Bürgermeisters galt auch Robert Lutsch, der ebenfalls nicht mehr Gemeinderat sein wird.

547 Einwohner hatte Gernach zum 1. Januar dieses Jahres, fünf weniger als im Vorjahr.

 

Das Gemeindeoberhaupt berichtete über die im vergangenen Jahr von der Gemeinde durchgeführten Baumaßnahmen. Dabei hob er besonders den Wegebau hervor und würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft.

 

Herbert ging auch ausführlich auf die schwierige Situation des Gernacher St. Franziskus-Kindergartens ein, die durch die geringe Kinderzahl entstanden ist. Er betonte, dass man mit der Lösung, den Kindergarten in das Schulgebäude in Zeilitzheim zu integrieren, eine kostengünstige und auch sinnvolle Lösung gefunden habe. Auch die Situation der Grund- und Hauptschule stellte er umfassend dar: auf längere Sicht werde man am sinnvollsten mit der Hauptschule Gerolzhofen zusammenarbeiten, um den Schülern entsprechende differenzierte Angebote machen zu können.

 

Nachfrage nach Kinderbetreuung

 

Horst Herbert prognostizierte eine zunehmende Nachfrage nach Kinderbetreuung und machte auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die durch die breite Altersstreuung der Kinder – zwischen einem Jahr und 6 Jahren – in den Kindergärten bei der Betreuung entstehen würden.

 

Beim leidigen Thema DSL-Zugänge vertrat der Gemeindechef auf Anfrage von Bruno Back die Meinung, dass eine Funklösung für Gernach die beste, weil kostengünstigste Lösung sei. Für etwa 30 000 Euro bekomme man DSL 6000. Dem Einwand von Reinhard Heck, dass die Funklösung wegen der erhöhten Strahlenbelastung „verantwortungslos“ sei, hielt der Bürgermeister entgegen, dass nach wissenschaftlichen Ergebnissen die Strahlenbelastung um ein Vielfaches niedriger sei als etwa die Strahlung des Haustelefons.

 

Alfred Schäfer monierte, dass die OVF-Busse an der Kreuzung Schweinfurter Weg/Innerer Graben mit überhöhter Geschwindigkeit fahren. Andere Bürger berichten in diesem Zusammenhang, dass auch Busse anderer Unternehmen zu schnell sind. Der Bürgermeister will sich diesbezüglich mit der OFV in Verbindung setzen und auch die Polizei um verstärkte Geschwindigkeitskontrollen bitten.

 

Die zu hohe Geschwindigkeit, und die verbotswidrige Nutzung durch Pkw des Verbindungsweges von Gernach an den Seen vorbei nach Unterspiesheim, die vor allem Kinder gefährde, monierte Reinhard Heck. Bürgermeister Horst Herbert versprach, nach Abhilfe zu suchen.

 

Michael Dotzel fragte nach den Vorgaben für die Fertigstellung der Kläranlage. Horst Herbert informierte, dass die Kläranlage bis Ende 2012 fertiggestellt sein müsse.

 

Großes Lob spendete Elisabeth Werner der Pflege der gemeindlichen Grünanlagen in Gernach durch Helga Eck.

 

Informieren wollte Altbürgermeister Lothar Weilhöfer, dass die Wolfskapelle auf Gernacher Grund stehe, nicht auf Heidenfelder Gemarkung. Bernhard Berchtold gab bekannt, dass der Verbindungsweg im Flurbereich „Am Ried“ zwischen Unterspiesheim und Gernach fast fertiggestellt sei. Er hob lobend hervor, dass dieser Wegausbau in Zusammenarbeit zwischen der Flurbereinigungsgenossenschaft Unterspiesheimer und der Jagdgenossenschaft Gernach erstmals in dieser Form durchgeführt wurde.

 

Einen Appell richtete Bruno Back an die Bevölkerung, das Altpapier aufzuheben. Er bezog sich auf die Auskunft von Sandra Dotzel, der Vorsitzenden des Johannisvereins Gernach, dass der Kindergarten durch die Altpapiersammlung etwa 800 bis 1000 Euro Einnahmen habe.

 

Straßenschäden durch Lkw

 

Durch Zuckerrüben-Lkw verursachte Straßenschäden waren ein weiterer Themenbereich, der von Robert Back angesprochen wurde.

 

Lothar Weilhöfer informierte, dass er nach 40 Jahren das Amt des Feldgeschworenen-Obmanns abgegeben habe und Siegbert Berchtold sein Nachfolger sei.

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